Neuro-Onkologische Erkrankungen

Hirntumoren

Gut- oder bösartige Tumoren, die direkt im Gehirn entstehen. Symptome können zunehmende Kopfschmerzen, Sehstörungen, Lähmung bis hin zu Bewusstseinsstörungen sein. Neben der Bildgebung sichern Gewebeproben die Diagnose und liefern wichtige Informationen über die Eigenschaften des Tumors. Häufig erfolgt diese Analyse mit modernsten Technologien auch während der Operation.

Therapie: Je nach Art, Lage und Wachstum werden Hirntumoren operativ weitgehend oder vollständig entfernt. Dazu werden zusätzliche Therapieverfahren wie Bestrahlung oder medikamentöse Behandlung kombiniert.

 Meningenome

Meningeome stellen etwa ein Drittel und damit die häufigsten aller primären Tumore im Kopf dar. Die Inzidenz (jährliche Neuerkrankungsrate) steigt mit dem Alter an, so dass v.a. Patienten jenseits des 65. Lebensjahres betroffen sind. Sie entstehen an den Hirnhäuten, die das Gehirn umgeben. Sie wachsen langsam und bleiben oft lange unbemerkt. Beschwerden entstehen meist erst durch ihre Größe der Lage.

Therapie: reicht von regelmäßiger Kontrolle bis zur mikrochriurugischen Entfernung oder Bestrahlung.

 Hirnmetastasen

Dabei handelt es sich um Absiedelungen anderer Krebserkrankungen im Gehirn.

Therapie: sie erfolgt individuell und immer in enger Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Sie umfasst je nach Befund Operation, Strahlentherapie und medikamentöse Behandlung.

 Neurofibromatose

Eine seltene, erblich bedingte Erkrankung, bei der meist gutartige Tumoren an Nerven oder im Gehirn entstehen können, ebenso typische Pigmentflecken auf der Haut (Café-au-lait-Flecken). 

Therapie: sie dient dazu, etwaige Beschwerden zu lindern, neurologische Funktionen zu erhalten und das Tumorwachstum engmaschig zu überwachen.

 Neurochirurgie bei Kindern

Sie ist spezialisiert auf die Behandlung von Tumoren, angeborenen Fehlbildungen und Verletzungen des Gehirns, des Rückenmarks und der Nerven bei Kindern. Häufige angeborene Krankheitsbilder sind Hydrozephalus („Wasserkopf“ durch gestörten Hirnwasserfluss), Spina bifida (offener Rücken), Kraniosynostosen (Vorzeitiger Verschluss der Schädelnähte).

Therapie: Die Konzepte werden interdisziplinär speziell auf Kinder abgestimmt.