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Akute und chronische Schmerzerkrankungen

Akute Schmerzen dienen dazu, uns aufmerksam zu machen, dass etwas nicht stimmt. Sie haben in der Regel einen akuten Anlass, wie z. B. eine Schnittverletzung oder eine Zahnentzündung. Chronisch sind Schmerzen, die länger als drei Monate anhalten – sie müssen keine akute äußere Ursache haben. Das chronische Schmerzsyndrom gilt als eigenständige Krankheit und geht mit zentralnervösen Veränderungen einher. Dazu gehören auch NeuropathienNervenschmerzen. Sie resultieren aus einer Dysfunktion der Nerven. Ursachen können sein: Diabetes, Nervenverletzungen (Unfälle, Verletzungen), Infektionen (Gürtelrose), Erkrankungen des zentralen Nervensystems (MS, Schlaganfall), Tumore und Krebs, Alkoholmissbrauch, genetische Erkrankungen.

Symptome sind z. B. brennende Schmerzen, elektrisierende Empfindungen, Taubheit oder Kribbeln, Überempfindlichkeit. Neben der Anamnese und klinischen Untersuchung gehören je nach Schmerzursache zur Diagnostik z. B. Ultraschall, CT, MRT, EMG und Labortests.

Therapie: Zu den evidenzbasierten Ansätzen bei chronischen Schmerzen gehört eine multimodale Schmerztherapie – eine fach- und methodenübergreifende Behandlung. Hier haben verschiedene Behandlungsansätze – von Medikamenten über Physiotherapie, psychologische Therapie bis hin zu Neuromodulation – positiv-synergistische Effekte auf das Schmerzsyndrom.