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Bewegungsstörungen

Dazu gehören z. B. die Parkinson-Krankheit oder atypische Parkinsonsyndrome. Die Parkinson-Krankheit gehört zu den zweithäufigsten neurodegenerativen Erkrankungen und tritt meist im höheren Erwachsenenalter auf. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die Ursache ist weitgehend unklar, genetische und umweltbedingte Faktoren (z. B. Pestizide, Feinstaub) spielen aber eine Rolle, ebenso ein Ungleichgewicht im Darm-Mikrobiom. Diese Faktoren führen zum Verlust von dopaminproduzierenden Nervenzellen in bestimmten Bereichen des Gehirns. Der Botenstoff regelt unter anderem die Motorik.

Frühsymptome sind: schmerzhafte Muskelverspannungen, verminderte körperliche und psychische Belastbarkeit, einseitige Feinmotorikstörungen der Hände, reduzierter Gesichtsausdruck, veränderte Handschrift sowie depressive Verstimmungen. Im fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Zittern, verlangsamten Bewegungen, Muskelsteifheit und Störungen des Gleichgewichts.

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren sowie nuklearmedizinische Methoden. Damit können auch Krankheiten, die in der Frühphase ähnlich verlaufen, aber eine andere Behandlung erfordern – z. B. Multiple Systematrophie (MSA), progressive supranukleäre Blicklähmung (PSP) oder Wilson-Krankheit – ausgeschlossen werden.

Die Standardtherapie der Parkinson-Krankheit umfasst in der Frühphase die Gabe von individuell abgestimmten Medikamenten (siehe auch Therapien). Darüber hinaus können zur Stimulierung bestimmter Gehirnareale Elektroden implantiert werden. Die Krankheit ist behandelbar, aber nicht heilbar.