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Moderne Neurologie

Die Neurologie befasst sich mit den Erkrankungen des Nervensystems – also des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven. Typische neurologische Erkrankungen sind beispielsweise Demenzerkrankungen, die Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose, Schlaganfall sowie Kopfschmerzerkrankungen wie z. B. die Migräne. Neurologische Erkrankungen sind weit verbreitet und betreffen Menschen aller Altersgruppen. Ein kleiner Überblick in Zahlen: Laut einer Analyse des Robert Koch-Instituts und des Wissenschaftlichen Instituts der AOK aus dem Jahr 2025 waren 2022 etwa 2,8 Prozent der Menschen ab 40 Jahren in Deutschland von einer Demenzerkrankung betroffen, was rund 1,4 Millionen Personen entspricht. Die Prävalenz steigt mit dem Alter deutlich an und beträgt bei den über 65-Jährigen 6,9 Prozent. Die Parkinson-Krankheit betrifft etwa 0,61 % der Menschen ab 40 Jahren in Deutschland, das sind rund 300.000 Personen. Auch hier nimmt die Häufigkeit mit dem Alter deutlich zu. Bei beiden Erkrankungen zeigt sich seit 2017 eine leicht abnehmende Tendenz. Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die am häufigsten in der Altersgruppe der 45- bis 54-jährigen auftritt. Frauen sind dabei etwa 2,5-mal häufiger betroffen als Männer. Schlaganfälle sind die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter. Jährlich erleiden in Deutschland 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Bei plötzlich auftretenden Symptomen wie z. B. atypischen Kopfschmerzen, quantitativen oder qualitativen Bewusstseinsstörungen, Lähmungserscheinungen, Empfindungsstörungen, Schwindelgefühl oder Sehstörungen sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen.

Das Risiko, neurologische Erkrankungen (z. B. Schlaganfälle, Demenzen, Parkinson-Krankheit) zu entwickeln, steigt mit zunehmendem Alter und ist in der immer älter werdenden Bevölkerung sehr präsent. Mittlerweile gibt es in der modernen Medizin Möglichkeiten, diese Erkrankungen zu behandeln bzw. ihre Entstehung mit Präventivmaßnahmen zu verhindern. Dafür stehen unsere Herausgeber Prof. Dr. Stefan Lorenzl und Dr. Georg Haber mit ihren Kollegen mit ihrer Expertise – auch in Sachen Präventivmedizin. Denn selbst wenn bei manchen Erkrankungen genetische Vorbelastungen eine Rolle spielen, können präventive Maßnahmen die Entstehung bzw. den Verlauf neurologischer Erkrankungen positiv beeinflussen. Zu den großen Risikofaktoren, auch bei neurovaskulären Erkrankungen, gehören: Diabetes, Bluthochdruck, Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen. Dass auch eine gesunde Lebensführung greift, zeigt, dass sich entgegen dem globalen Trend in Europa die Kurve der vaskulären Erkrankungen eher abflacht. Ein möglicher Grund: Es herrscht zunehmend mehr Bewusstsein für Gesundheit, gerade im Hinblick auf gesundes Altern. Prävention ist also auch hier, wie so häufig, eine der wichtigsten Säulen. Dafür kann jeder Einzelne etwas tun – und mit Hilfe unseres Premium-Netzwerkes kompetente Ansprechpartner finden.

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