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Magnetresonanztomographie (MRT)

MR-Arthrographie (Arthro-MRT)

Die MR-Arthrographie, auch Arthro-MRT genannt, ist eine spezielle Form der Gelenk-MRT, bei der ein Kontrastmittel direkt in das Gelenk eingebracht wird, bevor die eigentliche Bildgebung erfolgt. Das Kontrastmittel entfaltet den Gelenkraum und legt sich an feine Strukturen an, wodurch diese deutlich klarer abgegrenzt werden können als in der herkömmlichen MRT.

Eingesetzt wird das Verfahren vor allem bei komplexen Fragestellungen an Schulter, Hüfte, Handgelenk oder Knie, etwa zur Beurteilung von Knorpel, der Gelenklippe (Labrum) oder feiner Bandstrukturen. Gerade Verletzungen, die in der Standard-MRT schwer zu erkennen sind, wie kleine Risse der Gelenklippe oder oberflächliche Knorpelschäden, lassen sich mit der MR-Arthrographie präziser darstellen. Damit liefert sie insbesondere in der Sportmedizin und vor geplanten gelenkerhaltenden Eingriffen eine besonders detaillierte Entscheidungsgrundlage.

Ganzkörper-MRT

Die Ganzkörper-MRT ermöglicht die Untersuchung des gesamten Körpers in einem einzigen Untersuchungsgang, ohne den Einsatz ionisierender Strahlung. In aufeinanderfolgenden Abschnitten werden Kopf, Hals, Brustkorb, Bauchraum, Becken und die Extremitäten abgebildet und anschließend zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Auf diese Weise lassen sich viele Organe, das Nervensystem, die Gefäße sowie das Skelett und die Weichteile in einer Untersuchung beurteilen.

Zum Einsatz kommt die Ganzkörper-MRT unter anderem in der Tumordiagnostik, etwa zur Suche nach Metastasen oder zur Verlaufskontrolle bei bestimmten Krebserkrankungen, sowie bei entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen, die mehrere Körperregionen betreffen können. Auch im Rahmen der Vorsorge gewinnt das Verfahren an Bedeutung, da es strukturelle Auffälligkeiten in unterschiedlichen Körperregionen erfassen kann, ohne den Körper mit Strahlung zu belasten. Die Aussagekraft hängt dabei stark von einer sorgfältigen Auswahl der Fragestellung und einer erfahrenen Befundung ab.