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Prof. Dr. med. Anno Graser

Radiologie München

Die richtigen Weichen stellen

 „Viele Menschen unterschätzen total, welche Rolle der Diagnostiker spielt“, sagt Prof. Dr. Anno Graser, Facharzt für Radiologie. Gerade bei einer Krebserkrankung. Denn bevor ein Tumor operiert, bestrahlt oder medikamentös behandelt wird, müssen die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten? Welche Therapie verspricht den größten Erfolg? Und manchmal auch: Muss überhaupt behandelt werden? „Ich habe Tausende von Patienten im Laufe ihrer Krebserkrankung begleitet. Da weiß man, wo die Weichen liegen, an denen man nicht falsch abbiegen darf.“ Genau dort kommt dem Radiologen eine entscheidende Rolle zu. „Da ist man wie ein Lotse, der ganz früh schon den Weg vorgeben sollte.“ Und dass man damit so viel Einfluss nehmen kann, treibt ihn täglich an.

 Die Begeisterung für sein Fach fand Prof. Dr. Graser, als er während des Studiums in einer radiologischen Praxis jobbte. Es gab aber neben der Medizin noch eine weitere Leidenschaft: die Musik. Deshalb absolvierte er sogar ein Konzertfachstudium in Klavier. Konzertpianist wäre also auch eine Option gewesen. Er entschied sich für die Medizin – die Musik ist, neben seiner Familie, sein wichtigster Anker geblieben.

Auf seinem weiteren Weg lagen Forschungsaufenthalte an der University of California in San Francisco und der New York University, die Facharztausbildung am Klinikum Großhadern, eine Doktorarbeit über Prostata-MRT, die Habilitation über die Früherkennung von Darmkrebs und schließlich mit nur 37 Jahren eine Professur – die erste für Krebs-Bildgebung in Deutschland – an der LMU. Er kommentiert das schmunzelnd mit den Worten: „Wenn Sie mit Leidenschaft dabei sind, geht das auch ein bisschen schneller.“ Seit 2014 ist er Gesellschafter der Radiologie München, die sich durch ein Netzwerk exzellenter Experten mit verschiedenen Schwerpunkten in der Radiologie auszeichnet. Er selbst praktiziert in der Münchner Altstadt.

„Viele Patienten sagen: Jetzt hab‘ ich das zum ersten Mal verstanden“

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Radiologie München

Burgstraße 7

80331 München

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Der moderne Empfangsbereich der Radiologie München heißt Patientinnen und Patienten in angenehmer Atmosphäre willkommen

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Präzise Bildgebung und individuelle Befundbesprechung auf höchstem radiologischen Niveau

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Modernste Computertomographie ermöglicht schnelle und hochpräzise Diagnosen

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Der stilvoll gestaltete Wartebereich verbindet modernes Design mit einer angenehmen Wohlfühlatmosphäre

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Prof. Dr. med. Anno Graser – Experte für moderne Computertomographie und radiologische Diagnostik

Onkologische Bildgebung und uroradiologische Diagnostik (alles rund um Prostata, Blase und Nieren) gehören hier zu seinen Spezialgebieten. Und hier nicht nur die präzise Befundung, entscheidend ist für ihn, die Fragestellung der behandelnden Kolleginnen und Kollegen zu verstehen. Denn nur wer weiß, welche Informationen Urologen oder Onkologen für ihre Therapieentscheidung brauchen, kann wirklich zielgerichtet diagnostizieren.

Onkologische Bildgebung spielt aber nicht nur eine Rolle, wenn ein Patient Krebs hat. Man nutzt sie auch, etwa im Ganzkörper MRT, um Risiken abzuklären, zum Beispiel bei familiärer Vorbelastung. Oder in der Darmkrebs-Früherkennung: „Heute kann man das schon mit einer MRT- oder CT-gestützten Koloskopie machen – nicht invasiv und ohne Sedierung,“ so Prof. Dr. Graser. Eine smarte Alternative.

 Für Graser ist es Aufgabe der onkologischen Radiologie, herauszufinden, ob da wirklich etwas Böses ist und dann den weiteren diagnostischen und therapeutischen Weg vorzugeben. Nichts passiert mehr ohne Bilder. Und dass es dafür eine Top-Expertise braucht, zeigen folgende Beispiele aus seiner täglichen Praxis: So werden etwa bei Nierenkrebs neue Medikamente eingesetzt, wie z. B. die Immuntherapie. Der Effekt dieser Therapien sieht im Bild anders aus als der bei einer Standard-Chemotherapie. Kennt der Radiologe die Effekte nicht, kann es zu Fehlinterpretationen kommen und schlimmstenfalls dazu, dass eine eigentlich wirksame Therapie zu früh abgesetzt wird. Etwas, das ihm sehr am Herzen liegt und das er in Fortbildungen an Studierende, Kolleginnen und Kollegen weitergibt.

Anderes Thema: Biopsien - schon mal eine Art „Blindflug“. Denn das MRT zeigt zwar, wo die kritischen Stellen sind und man Proben entnehmen sollte. Die Biopsie selbst unterliegt aber auch dem sogenannten Sampling Error, das heißt, wenn man dann die Probe entnimmt, kann man auch danebentreffen. Hier bringt die neue MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie deutlich mehr Sicherheit: Die Bilddaten vom MRT werden in Echtzeit mit den Ultraschallbildern beim Urologen zusammengeführt, sodass dieser die Stelle, die vom MRT präzise identifiziert wurde, exakt trifft.

 

„In der onkologischen Bildgebung muss man wissen, wo die Weichen liegen, an denen man nicht falsch abbiegen darf“

Prof. Dr. med. Anno Graser

Dass die Scanner, die Prof. Dr. Graser dazu nutzt, immer state-of-the-art sind, versteht sich von selbst. „Dabei geht es nicht nur um hohe Präzision und Bildschärfe, sondern auch darum, mit immer weniger Strahlung den Patienten eine schonende Diagnostik anbieten zu können.“ Zu den wichtigen Verfahren gehören hier das CT, das MRT - und das PetCT. Ein High-End-Verfahren, das Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie kombiniert und vor allem bei fortgeschrittenen Krebserkrankungen eine entscheidende Rolle spielt. Es zeigt, ob Therapien anschlagen, macht Metastasen sichtbar und liefert die Grundlage für die weitere Behandlung.

Neue Technologien werden eingeführt, weil sie Diagnosen sicherer machen. Wissenschaftlicher Fortschritt ist für ihn kein Selbstzweck. Er soll Menschen helfen, schneller Gewissheit zu bekommen – und die richtige Therapie zu erhalten. Oder, wenn alles unauffällig ist, mit gutem Gefühl nach Hause zu gehen. „Doch was nützt der schnellste Ferrari, wenn man ihn nicht fahren kann – deshalb sind wir stolz, dass wir hier immer jemanden hinter dem Steuer sitzen haben, der weiß, wie es geht“, sagt Prof. Dr. Graser.

Die KI hilft dabei, weil sie Routineaufgaben übernehmen kann. Und diese gewonnene Zeit könne er direkt in die Gespräche mit seinen Patienten investieren. Sätze wie ‚So gut hat mir das noch niemand erklärt. Jetzt habe ich das zum ersten Mal verstanden‘ hört er daher oft. Für ihn ist es eine Selbstverständlichkeit, die Bilder zu lesen und sie dem Patienten in seine Sprache zu übersetzen. Denn, so Graser: „Es geht um seinen Körper und um seine Gesundheit. Und damit um sein höchstes Gut.“ 

 

„Es geht nicht nur um hohe Präzision und Bildschärfe, sondern auch darum, mit immer weniger Strahlung den Patienten eine schonende Diagnostik anbieten zu können.“

Prof. Dr. med. Anno Graser