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20. Mai 2025
Marianne Waldenfels
Nächtliche Hitze sorgt oft für schlechten Schlaf. Diese Tipps können helfen, auch in heißen Nächten zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen
30 Grad um Mitternacht, stickige Luft im Schlafzimmer und ein Kopfkissen, das sich nach wenigen Minuten feucht anfühlt: In heißen Sommernächten wird Schlaf schnell zur Herausforderung. Viele Menschen schlafen weniger tief, wachen häufiger auf und fühlen sich am morgen erschöpft.
Das liegt daran, dass unser Körper zum Einschlafen eigentlich herunterkühlen muss. Sinkt die Körpertemperatur nicht ausreichend ab, fällt erholsamer Schlaf deutlich schwerer. Die gute Nachricht: Schon kleine Veränderungen können helfen, die Nächte angenehmer zu machen.
Für guten Schlaf braucht der Körper eine leicht abgesenkte Kerntemperatur. Bei hohen Außentemperaturen funktioniert dieser natürliche Kühlprozess schlechter. Das kann dazu führen, dass:
Besonders belastend sind tropische Nächte, in denen die Temperaturen selbst nachts kaum unter 20 Grad fallen.
Entscheidend ist oft schon der Nachmittag. Wer tagsüber Rollos, Vorhänge oder Jalousien schließt, verhindert, dass sich das Schlafzimmer überhaupt erst aufheizt.
Gelüftet wird idealerweise erst spätabends oder frühmorgens, wenn die Außentemperaturen sinken.
Ein Ventilator kühlt die Luft nicht wirklich herunter – aber er hilft dem Körper, Wärme schneller abzugeben.
Besonders effektiv:
Wer die ganze Nacht im direkten Luftzug schläft, wacht dagegen oft mit trockenem Hals oder verspanntem Nacken auf.
Im Sommer merkt man sofort, welche Materialien wirklich atmungsaktiv sind.
Besonders angenehm:
Weniger ideal sind synthetische Stoffe wie Polyester. Sie speichern Wärme und leiten Feuchtigkeit schlechter ab.
Je weniger Wärme sich staut, desto angenehmer schläft es sich. Lockere Nachtwäsche aus Naturmaterialien fühlt sich meist deutlich besser an als enge Kleidung.
Viele schlafen bei großer Hitze sogar ganz ohne Schlafkleidung angenehmer.
Sehr kaltes Wasser klingt erstmal logisch – kann den Kreislauf aber zusätzlich anregen. Der Körper produziert danach häufig sogar wieder mehr Wärme.
Besser funktioniert:
Gerade dort verlaufen viele Blutgefäße nah unter der Haut.
Bei Hitze verliert der Körper über Nacht viel Flüssigkeit. Deshalb ist es wichtig, tagsüber genug zu trinken.
Ideal sind:
Alkohol hilft dagegen selten beim Einschlafen. Er verschlechtert oft die Schlafqualität und kann zusätzlich dehydrierend wirken.
Schwere oder sehr fettige Mahlzeiten erhöhen die Wärmeproduktion im Körper. Das macht das Einschlafen oft noch schwieriger.
Angenehmer sind:
Die letzte größere Mahlzeit sollte möglichst einige Stunden vor dem Schlafengehen liegen.
Ein einfacher Sommer-Trick: Kissenbezug oder Bettlaken für ein paar Minuten in einen sauberen Beutel im Kühlschrank oder Gefrierfach legen.
Der Effekt hält zwar nicht die ganze Nacht an, kann das Einschlafen aber deutlich angenehmer machen.
Fernseher, Computer, Ladegeräte oder starke Lampen erzeugen zusätzliche Wärme – selbst im Stand-by-Modus. Je weniger Geräte nachts laufen, desto angenehmer bleibt das Raumklima.
Wer zusammengerollt schläft, speichert mehr Wärme. Besser ist es, möglichst ausgestreckt zu liegen, damit der Körper Wärme leichter abgeben kann.
Auch getrennte Bettdecken können im Sommer einen großen Unterschied machen.
In besonders heißen Nächten helfen manchmal kleine Tricks:
Vor allem Nacken, Füße und Handgelenke reagieren angenehm auf gezielte Kühlung.
Intensives Training am späten Abend erhöht die Körpertemperatur zusätzlich. Der Körper braucht danach oft lange, um wieder herunterzufahren.
Sport ist bei Sommerhitze besser:
Stress verstärkt oft das Gefühl, „gar keine Luft mehr zu bekommen“. Wer angespannt ist, empfindet Hitze meist stärker.
Hilfreich können sein:
Wenn die Wohnung sich extrem aufheizt, können mobile Klimageräte oder moderne Verdunstungskühler sinnvoll sein.
Schon wenige Grad weniger im Schlafzimmer können die Schlafqualität deutlich verbessern. Die ideale Temperatur liegt für viele Menschen zwischen 16 und 19 Grad – im Hochsommer ist das allerdings oft schwer erreichbar.
Nicht alles, was kurzfristig angenehm wirkt, verbessert auch den Schlaf.
Weniger hilfreich sind oft:
Wer über längere Zeit kaum schlafen kann oder Symptome wie Schwindel, Übelkeit oder starke Erschöpfung entwickelt, sollte ärztlichen Rat einholen. Besonders ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen reagieren empfindlich auf große Hitze.
Heiße Sommernächte lassen sich oft deutlich angenehmer machen. Entscheidend ist meist nicht ein einzelner Trick, sondern die Kombination aus kühlerem Schlafzimmer, atmungsaktiven Materialien und der richtigen Abendroutine.
Manchmal helfen schon kleine Veränderungen, damit aus einer schlaflosen Tropennacht doch noch eine erholsame Nacht wird.