
© Ron Lach
28. August 2025
Lena Sämann
Der Herbst bringt nicht nur bunte Blätter, sondern oft auch trockene, spannende Haut mit sich. Erfahren Sie, welche natürlichen Pflegestrategien Ihrer Haut jetzt optimal helfen
Die goldenen Herbsttage haben ihren Preis: Während draußen die Blätter in warmen Farben leuchten, kämpft unsere Haut mit den veränderten Witterungsbedingungen. Trockene, spannende Haut im Herbst ist ein weit verbreitetes Phänomen, das viele Menschen Jahr für Jahr beschäftigt. Doch warum reagiert unsere Haut so empfindlich auf den Jahreszeitenwechsel und welche natürlichen Pflegestrategien helfen wirklich?
Der Herbst bringt eine deutlich niedrigere Luftfeuchtigkeit mit sich. Während im Sommer die Luftfeuchtigkeit oft bei 60-80% liegt, sinkt sie in den Herbstmonaten häufig auf 30-50%. Diese trockene Luft entzieht der Haut kontinuierlich Feuchtigkeit, was zu dem typischen Spannungsgefühl führt.
Die stark schwankenden Temperaturen zwischen warmen Tagen und kühlen Nächten stellen eine besondere Belastung für unsere Hautbarriere dar. Diese natürliche Schutzschicht der Haut muss sich ständig an neue Bedingungen anpassen, wodurch ihre Funktion beeinträchtigt werden kann.
Sobald die ersten kühlen Tage kommen, wird geheizt. Die warme Heizungsluft reduziert die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zusätzlich und verstärkt die Austrocknung der Haut erheblich. Besonders nachts, wenn wir viele Stunden in beheizten Räumen verbringen, verliert die Haut viel Feuchtigkeit.
Mit sinkenden Temperaturen produziert unsere Haut weniger Talg. Dieser natürliche Hautschutz ist jedoch wichtig, um die Feuchtigkeit in der Haut zu halten und sie vor äußeren Einflüssen zu schützen.
Verzichten Sie auf aggressive Seifen und Reinigungsprodukte mit Alkohol. Setzen Sie stattdessen auf milde, pH-neutrale Reinigungsmittel oder natürliche Öle wie Mandelöl oder Jojobaöl. Diese reinigen schonend und spenden gleichzeitig Feuchtigkeit.
Tipp: Mischen Sie einen Teelöffel Mandelöl mit etwas warmem Wasser für eine besonders sanfte Gesichtsreinigung.
Hyaluronsäure ist ein natürlicher Feuchtigkeitsspeicher, der das 1000-fache seines Eigengewichts an Wasser binden kann. Cremes oder Seren mit diesem Wirkstoff helfen der Haut dabei, Feuchtigkeit zu speichern und das Spannungsgefühl zu reduzieren.

Sonnenschäden entstehen oft lange bevor sie sichtbar werden. Dermatologin Dr. Hanna Halter erklärt, welche Behandlungen und Wirkstoffe tatsächlich helfen – und was sich nicht mehr rückgängig machen lässt
Christine Bürg & Hanja Niederhammer

Mit
Dr. med. Hanna M. D. Halter

Laser, Retinol, Biostimulatoren: Welche Anti-Aging-Methoden wirken tatsächlich? Dermatologin Dr. Susanne Steinkraus erklärt, welche Verfahren wissenschaftlich sinnvoll sind und worauf es für gesunde Haut ankommt
Christine Bürg & Marianne Waldenfels

Ein Interview mit
Dr. med. Susanne Steinkraus

Warum Erfahrung in der Nasenchirurgie entscheidend ist, welche Risiken eine Nasenkorrektur birgt und wie natürliche Ergebnisse gelingen. Professor Dr. Johannes Veit über moderne Rhinoplastik und individuelle Ästhetik
Christine Bürg and Marianne Waldenfels

Ein Interview mit
Prof. Dr. med. Johannes a. Veit

Von Solarium bis Skincare-Trends: Dermatologin Dr. Hanna Halter erklärt die häufigsten Fehler in der Hautpflege
Sophie Rodewyk

Ein Interview mit
Dr. med. Hanna M. D. Halter

Sollte man Retinol im Sommer vermeiden? Dermatologin Dr. med. Elisabeth Zott erklärt, warum der Wirkstoff nicht automatisch problematisch ist und welche Fehler viele bei Sonne machen
Christine Bürg & Marianne Waldenfels

Mit
Dr. med. Elisabeth Zott

Wie verliert die Haut Kollagen? Welche Behandlungen helfen wirklich? Dr. Lukas Kohler erklärt Ursachen der Hautalterung, Kollagenstimulation, Sculptra und moderne Anti-Aging-Methoden.
Christine Bürg & Marianne Waldenfels

Ein Interview mit
Dr. med. Lukas H. Kohler
Selbstgemachte Gesichtsmasken mit natürlichen Zutaten können trockene Herbsthaut intensiv pflegen:
Avocado-Honig-Maske:
Die Avocado zerdrücken, mit Honig und Olivenöl vermischen und 15-20 Minuten auf das Gesicht auftragen.
Quark-Gurken-Maske:
Alle Zutaten vermischen und 10-15 Minuten einwirken lassen.
Natürliche Öle sind im Herbst besonders wertvoll für die Hautpflege. Arganöl, Jojobaöl oder Kokosöl spenden intensive Feuchtigkeit und stärken die Hautbarriere. Am besten tragen Sie das Öl auf die noch leicht feuchte Haut nach dem Duschen auf.
Ausreichend trinken ist gerade im Herbst essentiell. 2-3 Liter Wasser, ungesüßte Tees oder verdünnte Fruchtsäfte helfen dabei, die Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen. Kräutertees mit Kamille oder Salbei haben zusätzlich entzündungshemmende Eigenschaften.
Stellen Sie Wasserschalen auf die Heizkörper oder verwenden Sie einen Luftbefeuchter. Die ideale Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen liegt bei 40-60%. Auch Zimmerpflanzen können die Luftfeuchtigkeit natürlich erhöhen.
Heiße Duschen entziehen der Haut zusätzlich Feuchtigkeit. Duschen Sie lieber lauwarm und nicht länger als 5-10 Minuten. Verwenden Sie milde, rückfettende Duschgels oder Duschöle.
Die zarte Lippenhaut ist besonders anfällig für Trockenheit. Verwenden Sie regelmäßig einen Lippenbalsam mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Bienenwachs, Sheabutter oder Lanolin.
Die Augenpartie ist besonders dünn und benötigt spezielle Aufmerksamkeit. Eine reichhaltige Augencreme oder natürliche Öle wie Arganöl können helfen, Trockenheitsfältchen vorzubeugen.
Handcremes sollten im Herbst zur täglichen Routine gehören. Tragen Sie nach jedem Händewaschen eine reichhaltige Handcreme auf. Für die Nachtpflege eignen sich intensive Handmasken oder eine dicke Schicht Handcreme unter Baumwollhandschuhen.
Während trockene Haut im Herbst normal ist, gibt es Warnsignale, die eine professionelle Beurteilung erfordern:
Die besten Experten in Ihrer Nähe finden Sie bei den Dermatologen des Premium Medical Circle.
Trockene Haut im Herbst muss nicht sein. Mit der richtigen Kombination aus sanfter Reinigung, intensiver Feuchtigkeitspflege und natürlichen Pflegeprodukten lässt sich das Spannungsgefühl effektiv lindern. Wichtig ist dabei die Regelmäßigkeit der Pflege und die Anpassung der Routine an die veränderten Bedingungen der kühleren Jahreszeit.
Denken Sie daran, dass jede Haut individuell ist. Was bei einer Person hervorragend funktioniert, muss nicht zwangsläufig auch bei Ihnen die gewünschte Wirkung erzielen. Haben Sie Geduld und finden Sie die für Ihre Haut passende Pflegeroutine. Mit natürlichen Mitteln und konsequenter Anwendung können Sie Ihre Haut gesund und geschmeidig durch die Herbstmonate bringen.