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Während der Fastenzeit stößt das Gehirn verstärkt glücksbringende Hormone wie Endorphine, Serotonin oder Endocannabinoide aus
30. Dezember 2024
Birgitta Dunckel
Fasten gilt als Gesundheits-Booster, es soll den Körper entgiften und zu innerem Gleichgewicht verhelfen. Aber worauf muss man achten, um durchzuhalten?
Heilfasten, Intervallfasten, Basenfasten – egal, welche Fastenmethode Sie wählen, immer geht es darum, freiwillig für eine Zeit komplett oder selektiv auf Nahrung zu verzichten. Gerade nach den ausgiebigen Schlemmereien während der Weihnachtstage nehmen sich viele Menschen vor, in den ersten Monaten des Jahres gesünder zu leben und eine Fastenkur zu machen.
Während bei den meisten Diäten die Gewichtsabnahme im Vordergrund steht, hat das Heilfasten enorm positive Effekte auf Körper und Geist. Während der Heilfastenzeit dürfen lediglich Tee, Wasser, Säfte und Gemüsebrühe getrunken werden, so dass nicht mehr als etwa 500 Kalorien pro Tag aufgenommen werden.
Gesundheitliche Vorteile des Fastens:
Während der Fastenzeit stößt das Gehirn verstärkt glücksbringende Hormone wie Endorphine, Serotonin oder Endocannabinoide aus. Allerdings nicht sofort – davor heißt es erst einmal durchhalten.
Heilfasten in Eigenregie sollte in der Regel nicht länger als sieben Tage dauern, natürlich abhängig von der persönlichen Fitness und dem Allgemeinbefinden.
Wichtig: Konsultieren Sie vorher einen Arzt! In einigen Krankheitsfällen sollte nicht gefastet werden:
Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße sind die Treibstoffe des Körpers. Fehlt durch Nahrungsentzug alles davon, muss der Körper die eigenen Reserven angreifen.
Phase 1 (Tag 1): Zu Beginn wird der Vorrat von Glykogen in der Leber verstoffwechselt. Dieser Speicher reicht etwa für einen Tag Energie – dann ist er leer.
Phase 2 (ab Tag 2): Danach geht es an die Fettreserven. Der Energiestoffwechsel stellt sich um und die ersten körperlichen Vorteile zeigen sich:
Autophagie – die zelluläre Selbstreinigung: Defekte und beschädigte Moleküle werden von der zelleigenen Müllabfuhr in neue Energie umgewandelt. Wenn keine Nahrung zugeführt wird, läuft dieser Reparaturmechanismus auf Hochtouren. Daher kann Fasten den Alterungsprozess des Körpers effektiv verlangsamen.
Tag 1-2: Die ersten beiden Tage einer Fastenkur sind mühsam. Der Körper signalisiert deutlich, dass er Hunger hat. Viele klagen über Kopfschmerzen, Schwindel und schlechte Laune.
Ab Tag 3: Bei den meisten tritt das Fastenhoch ein – alles wird leichter und die glücksbringenden Hormone zeigen ihre Wirkung.
Heilfasten ist ein Gesundheitsbooster – vorausgesetzt, Sie führen es bewusst und konsequent durch. Diese häufigen Fastenfehler sollten Sie vermeiden:
Falsch: Von einem Tag auf den anderen einfach nichts mehr essen. Denn Kopf und Körper müssen sich mental darauf einstellen bzw. langsam daran gewöhnen.
✓ Besser: Den perfekten Zeitpunkt wählen und Freiräume schaffen, damit während der siebentägigen Kur keine wichtigen Termine anstehen.
So gelingt die Fastenvorbereitung:
Falsch: Da man sich in der Woche sowieso nur flüssig ernährt, wird das Wassertrinken oft vernachlässigt. Doch die körperliche Entgiftung funktioniert nur mit ausreichend Wasser, damit die Abbauprodukte des Körpers einwandfrei ausgeschieden werden können.
✓ Besser: Zusätzlich zu Gemüsebrühe und Säften sind 2-3 Liter kalorienfreie Getränke erforderlich.
Die richtigen Fastengetränke:
Falsch: Da das Fasten körperlich belastend ist, den Schongang einlegen.
✓ Besser: Um zu vermeiden, dass der Körper auf Sparflamme schaltet, sollten Sie sich ausreichend bewegen. Chillen auf der Couch ist kontraproduktiv.
Optimale Bewegung beim Fasten:
Falsch: Wie gewohnt durch den Berufsalltag hetzen ist jetzt besonders ungesund.
✓ Richtig: Täglich mindestens 30 Minuten bewusst entspannen. Denn nur mit diesen Ruhephasen kann der Körper regenerieren.
Geeignete Entspannungstechniken beim Fasten:
Falsch: Wer sich nach sieben Tagen Fasten mit einer extragroßen Pizza belohnt, handelt nur allzu menschlich – und sehr ungesund.
✓ Richtig: Das Fastenbrechen nutzen, um neue, gesündere Ernährungsgewohnheiten in den Alltag zu integrieren.
So brechen Sie das Fasten richtig:
Mit der richtigen Vorbereitung, ausreichend Flüssigkeit, moderater Bewegung, Entspannung und einem sanften Fastenbrechen steht Ihrer erfolgreichen Fastenkur nichts im Weg. Vermeiden Sie diese 5 häufigen Fehler und profitieren Sie von den zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen des Heilfastens.
Häufig gestellte Fragen zum Fasten:
Wie lange sollte man als Anfänger fasten?
Als Anfänger sollten Sie maximal 7 Tage in Eigenregie fasten, abhängig von Ihrer persönlichen Fitness.
Wann wird Fasten gefährlich?
Bei schweren Vorerkrankungen (Herz, Nieren, Krebs, Gicht) sollten Sie nicht fasten. Konsultieren Sie vorher immer einen Arzt.
Was darf man beim Heilfasten trinken?
Erlaubt sind Wasser, ungesüßter Tee, Gemüsebrühe und Säfte – insgesamt max. 500 Kalorien täglich plus 2-3 Liter kalorienfreie Getränke.
Wann tritt das Fastenhoch ein?
Bei den meisten Menschen ab Tag 3, wenn die Glückshormone ihre Wirkung zeigen.

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