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2. Februar 2026
PMC Redaktion
Mitten im balinesischen Regenwald - dort wo Nebel aufsteigt und Regen nicht stört, sondern beruhigt - hat Anantara nahe Ubud einen Ort geschaffen, der Luxus neu denkt. Nicht durch Übermaß, sondern durch Aufmerksamkeit. Ein Hotel, das entschleunigt, Details ernst nimmt und zeigt, dass wahre Großzügigkeit oft leise ist
Es sind nicht die großen Gesten, an denen sich wahrer Luxus erkennen lässt, sondern die kleinen, beinahe übersehenen Entscheidungen. Riesige Handtücher zum Beispiel. Zwei auf jeder Liege. Weich, großzügig, selbstverständlich wirkend und doch alles andere als das. In einer Zeit, in der Effizienz oft über Komfort triumphiert und jedes Gramm Stoff zur Rechenaufgabe wird, sind diese Handtücher ein leiser Akt der Großzügigkeit. Kein Hinweis darauf, wie luxuriös es hier ist, sondern einfach die Gewissheit, dass man sich kümmern wird.
Oder der Radiergummi. Platziert neben einem Bleistift, fast wie eine Einladung. Wer schreibt heute noch mit Bleistift, prüft Gedanken, hält inne, radiert, formuliert neu? Der Radiergummi steht hier nicht für Korrektur, sondern für eine Haltung: Ruhe statt Eile, Tiefe statt Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit statt Ablenkung. Es ist diese altmodische Selbstverständlichkeit, mit der das Anantara nahe Ubud auf Bali seine Gäste empfängt.
Die Lage ist dabei nicht bloß Kulisse, sondern Fundament. Mitten im Regenwald. Lage, Lage, Lage – alles andere lässt sich verbessern, die Lage nicht. Das Resort liegt eingebettet in üppiges Grün, terrassenförmig angelegt, sodass sich von nahezu jedem Punkt aus ein freier Blick in den Dschungel öffnet. Wer möchte, erklimmt die Wege zu Fuß, wer es bequemer mag, nutzt die kleine Bahn, die leise und zuverlässig durch das Gelände gleitet. Auch hier kennt man die Gäste schon am ersten Tag beim Namen. Ein Detail, das nicht aufgesetzt wirkt, sondern selbstverständlich.

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Der Bau der Anlage begann noch vor Corona, dann kam die Pause. Als das Resort im Oktober 2024 schließlich eröffnete, wirkte nichts unfertig, nichts hastig vollendet. Im Gegenteil: Vielleicht hat diese Unterbrechung dem Ort jene Gelassenheit verliehen, die man spürt, sobald man angekommen ist. 85 Zimmer und Villen, großzügig geschnitten, zurückhaltend gestaltet, stets im Dialog mit der Natur.
Im Januar regnet es. Viel. Der Regenwald macht seinem Namen in der Regenzeit alle Ehre. Und doch ist es einer der wenigen Orte, an denen Regen nicht stört. Weder wie am Strand, wo er vertreibt, noch wie in der Stadt, wo er bremst. Hier gehört er dazu. Mehr noch: Er inszeniert. Tropfen prasseln auf Blätter, Nebel steigt nach den Schauern auf und legt sich weich über die Baumwipfel. Die Landschaft wird diesig, fast gemalt. Der Dschungel verwandelt sich in eine Leinwand, auf der ununterbrochen ein Film läuft. Arbeitstitel: 1000 Farben Grün.
Vom Anantara aus ist es nur eine kurze Fahrt zur Pura Mengening, einem balinesischen Wassertempel, der vor allem von Einheimischen besucht wird und weniger touristisch ist als viele andere auf der Insel. Zwischen moosigen Steinstufen und dichtem Grün fließt Quellwasser in steinerne Becken. Das Ritual folgt einer klaren Abfolge: von links nach rechts, Hände, Kopf, ein kurzer Moment unter jedem Wasserauslass. Juni, der den Besuch begleitet, erklärt ruhig die Bedeutung der Reinigung – das Abgeben verbrauchter Energie, das bewusste Innehalten. Und dann die Segnung im zweiten Becken.

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Zurück im Hotel laden die großzügigen Schwimmbecken zum Ein- und Abtauchen ein. Die beiden Hauptpools sind lang, beheizt und so positioniert, dass man beim Schwimmen den Eindruck hat, in den Baumwipfeln zu treiben. Das Wasser ist ruhig, der Blick weit. Gelbe Schmetterlinge flattern paarweise über die Oberfläche, ziehen ihre Kreise, als gehörten sie zum choreografierten Tagesablauf. In der Ferne dringen Trommelklänge einer Zeremonie herüber – gedämpft, rhythmisch, beruhigend. Nie laut, nie störend. Eher wie ein ferner Herzschlag.
Service zeigt sich hier nicht in Übererfüllung, sondern im richtigen Moment. Am Pool reichen aufmerksame Hände kalte Tücher, Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 (unbedingt benutzen, der Äquator ist nicht weit), ein feines Erfrischungsspray. Alles ist da, ohne gefragt zu werden. Die Amenities vollständig, durchdacht, hochwertig. Die Wäsche, morgens abgegeben, liegt am Nachmittag wieder im Zimmer – keine fünf Stunden später, tadellos gebügelt. Es gehört zum Service. Punkt.

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Auch das Frühstück folgt diesem Prinzip der mühelosen Vielfalt. Waffeln oder Wan-Tan-Suppe, Avocado-Toast oder frische Früchte. Melonen, so präzise geschnitten, als hätte jemand mit dem Lineal nachgemessen. Der Service ist schnell, freundlich, aufmerksam, ohne jemals hektisch zu wirken. Freundliche Gesichter überall. Und wer angelächelt wird, lächelt zurück. Was das mit dem Hormonhaushalt macht, ist bekannt.
Im Bad lässt sich der Spiegel wie ein Theatervorhang zur Seite schieben. Ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung. Plötzlich fällt der Blick beim Zähneputzen direkt in den Regenwald. Und die Regendusche trägt ihren Namen sowas von zu Recht, denn sie fällt nicht nur großzügig, sondern gibt den Blick nach draussen frei. Selbst der Fahrstuhl duftet. Ein Detail, das man nicht erwartet und gerade deshalb wirkt.
Abends, wenn der Turndown-Service das Zimmer oder die Poolvilla noch einmal in einen ruhigeren Zustand versetzt, legt sich eine besondere Stille über das Resort. Keine aufdringliche Inszenierung, kein Zuviel. Nur das Gefühl, an einem Ort zu sein, der nichts beweisen muss.
Das Anantara bei Ubud ist kein Hotel, das beeindrucken will. Es will entschleunigen. Es lädt dazu ein, langsamer zu denken, genauer hinzusehen, Gedanken notfalls zu radieren. Und vielleicht ist genau das heute der größte Luxus von allen. Infos: Anantara.com

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