Mit Experten aus unserem Netzwerk

Prof. Dr. med. Andreas Menke

Psychische Gesundheit, Psychosomatische Medizin & Psychotherapie

© PMC

Dr. med. Detlev R. H. Breyer

Moderne Augenheilkunde

Home
PodcastFachwissenÜber UnsMitglied werden

Magazin

Alle Themen

Weitere Themen

HealthPortraitsMindBeautyTravelFood

Weitere Themen

Allgemein AugenheilkundeBodyConference 2026EventsFrauengesundheitHotelsInterviewKunstLongevity Mental HealthMind Philosophie PodcastPsychologieSchmerzen SportSustainabilityThink TankVegan Zahnmedizin

Arztsuche

Alle Ärzte anzeigen

Fachbereiche

EndokrinologieGynäkologie & ReproduktionsmedizinHNO-MedizinHandchirurgie HumangenetikInnovative Orthopädie & SportorthopädieKardiovaskuläre MedizinKinder und Jugendmedizin Moderne AugenheilkundeModerne Bauchchirurgie & Proktologie NeuromedizinOrthopädie & Muskuloskelettale Longevity (MSK)PräventionPsychische Gesundheit, Psychosomatische Medizin & PsychotherapieRadiologie und Strahlentherapie UrologieÄsthetik & Funktion in der ZahnmedizinÄsthetische Chirurgie & Dermatologie
Gesund altern ab 40: Wie sich Ihr Körper verändert und wie Sie Beschwerden vorbeugen

© KI-Bilder: Alper Yesiltas

„Young Age(d)“ nennt der Fotograf Alper Yesiltas sein mit KI erstelltes Bild des Popstars Harry Styles, Teil von Yesiltas‘ Kunstprojekten „As If Nothing Happened“ und „Thisness“

25. Januar 2026

Christine Bürg

  • Health
  • Mental Health
  • Zahnmedizin

Gesund altern ab 40: Wie sich Ihr Körper verändert und wie Sie Beschwerden vorbeugen

Wechseljahre, Herz-Kreislauf-Probleme, Sehkraft: Erfahren Sie, welche Alterserscheinungen ab 40 auftreten und wie Sie mit Vorsorge und Prävention gegensteuern können

Mit

Prof. Dr. med. Andreas Menke & Dr. med. Detlev R. H. Breyer

Beitrag teilen:

Neues aus dem Magazin

Ohr Knorpel fürs Knie

Knorpel aus dem Ohr gegen Kniearthrose: Kann das eine Prothese verhindern?

Frau unter der Dusche kalte Dusche weniger krank

Wer kalt duscht, ist seltener krank: Neue Studie überrascht

trockene Augen Augentropfen Frau

Trockene Augen: Warum Augentropfen allein oft nicht helfen

Obstschalen Ballaststoffe ananas geschält

Kiwi, Kürbis, Ananas: Was wir wegwerfen, enthält oft die meisten Ballaststoffe

Karpaltunnelsyndrom Frauenhände Operation

Karpaltunnelsyndrom: Warum man mit einer Operation nicht zu lange warten sollte

Alleinleben jüngere höheres Strberisiko Junge Frau allein sitzt auf Stuhl

Alleinleben: Warum es für Jüngere gefährlicher ist als für Senioren

  • Impressum
  • AGBsDatenschutzerklärungCookie-Richtlinie
Alle ThemenHealthPortraitsMindBeautyTravelFood
Weitere Themen
Allgemein AugenheilkundeBodyConference 2026EventsFrauengesundheitHotelsInterviewKunstLongevity Mental HealthMind Philosophie PodcastPsychologieSchmerzen SportSustainabilityThink TankVegan Zahnmedizin
PodcastFachwissen
Stethoscope IconStethoscope IconArztsuche

Suchen Sie im Netzwerk nach passenden Fachärzten und kontaktieren Sie sie direkt

Alle Ärzte anzeigen
Fachbereiche
  • Endokrinologie
  • Gynäkologie & Reproduktionsmedizin
  • HNO-Medizin
  • Handchirurgie
  • Humangenetik
  • Innovative Orthopädie & Sportorthopädie
  • Kardiovaskuläre Medizin
  • Kinder und Jugendmedizin
  • Moderne Augenheilkunde
  • Moderne Bauchchirurgie & Proktologie
  • Neuromedizin
  • Orthopädie & Muskuloskelettale Longevity (MSK)
  • Prävention
  • Psychische Gesundheit, Psychosomatische Medizin & Psychotherapie
  • Radiologie und Strahlentherapie
  • Urologie
  • Ästhetik & Funktion in der Zahnmedizin
  • Ästhetische Chirurgie & Dermatologie
Über PMCMitglied werden


Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung – das wusste schon Heraklit. Besonders ab 40 Jahren spüren wir körperliche Veränderungen zunehmend am eigenen Leib. Wechseljahre, nachlassende Sehkraft, Gelenkbeschwerden: Alterserscheinungen zeigen sich bei jedem Menschen unterschiedlich stark und zu verschiedenen Zeitpunkten.

Ob und wie rasch bestimmte Alterungsprozesse auftreten, hängt von vielen Faktoren ab: neben der Genetik vor allem vom Lebensstil, vom Geschlecht – Frauen und Männer altern unterschiedlich – und von unserem sozialen Umfeld. Die gute Nachricht: Dass wir altern, können wir zwar nicht verhindern, doch mit dem richtigen Wissen lassen sich viele Prozesse verlangsamen und altersbedingte Krankheiten hinauszögern oder sogar vermeiden.


In diesem Artikel erfahren Sie von führenden Medizinern, welche Veränderungen in den verschiedenen Körperbereichen auf Sie zukommen können und mit welchen Maßnahmen Sie aktiv gegensteuern können – von den Wechseljahren über Herz-Kreislauf-Gesundheit bis hin zu Knochen, Augen und Haut.

Wechseljahre: Symptome erkennen und behandeln

 Sie fangen oft mit diffusen Symptomen an: Man wacht nachts auf und kann nicht mehr einschlafen, obwohl einen weder kleinere Kinder noch größere Sorgen davon abhalten; man fühlt sich himmelhoch jauchzend und im nächsten Moment zu Tode betrübt.

Wann beginnen die Wechseljahre?

„Eine Hormonersatztherapie führt zur Verbesserung der Lebensqualität. Wenn dann Hitzewallungen hinzukommen, die Periode nur noch unregelmäßig einsetzt, dämmert den meisten Frauen, dass sie in den Wechseljahren sind. „Bei den meisten Frauen beginnen sie zwischen 50 und 52 Jahren. Je nach genetischer Disposition kann das bis 56 gehen“, so die Münchner Frauenärztin Dr. Brita von Holle.

Grund für die Wechseljahre sind die Hormone, die von den Eierstöcken in geringerer Menge ausgeschüttet werden, sodass der Eisprung seltener stattfindet, bis irgendwann keine Eizellen mehr heranreifen.

Hormonersatztherapie: Vorteile und Risiken

 Wenn ein Jahr lang keine Monatsblutung mehr auftritt, spricht man von Menopause. „Eine Hormonersatztherapie führt zur Verbesserung der Lebensqualität“, so Dr. Brita von Holle. In welcher Form – möglich sind auch pflanzliche Präparate wie Mönchspfeffer, Soja, Traubensilberkerze – und Dosierung, hängt von der grundsätzlichen Disposition der Frauen ab, aber auch von ihrer medizinischen Vorgeschichte.

Lesen Sie auch

Teller mit Kiwi und Tomaten, Hanteln, Sportschuhe, Wasser

Dr. Andrea Gartenbach: Gesund alt werden - So funktioniert Prävention

Longevity-Expertin Dr. med. Andrea Gartenbach erklärt, welche präventiven Maßnahmen jeder Einzelne für ein langes und gesundes Leben ergreifen kann und welche Rolle Gentests dabei spielen


 Eine diagnostizierte Osteoporose oder hormonell bedingte Depression sind für die Frauenärztin ebenfalls Indikationen für eine Hormongabe. Auch sportlicheren, drahtigeren Frauen rät sie dazu. „Frauen mit mehr Fettgewebe haben in der Regel weniger ausgeprägte Symptome, weil das Fettgewebe Hormonvorstufen produziert.“ Nicht verschwiegen werden darf, dass eine Hormonersatztherapie die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Brustkrebs zu erkranken. Weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in höherer Frequenz wichtig sind.

Herz-Kreislauf-Gesundheit im Alter: Vorsorge kann Leben retten

„Ich halte es mit dem griechischen Philosophen Epikur: Man soll sein Leben in vollen Zügen genießen, um glücklich zu sein“, so der Münchner Kardiologe Dr. Alexander Zitzmann. „Epikur sagte aber auch, dass in jedem Genuss ein Verzicht liegt.“

Stress: Wann er schadet und wann er nützt

 So alt diese Erkenntnis ist, so zutreffend ist sie doch, wenn es darum geht Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Alleinstehende Junggesellen haben epidemiologisch gesehen eine der schlechtesten Lebenserwartungen, weil sie oft zu viel trinken und rauchen, unregelmäßig essen, vor allem aber, weil Einsamkeit Stresshormone ausschütten kann, die Entzündungen im Körper begünstigen.

Zusätzlich schwächen Stresshormone das Immunsystem. Deshalb lässt sogenannter Distress, ausgelöst durch Zeitmangel, Termindruck oder Überforderung, die Blutdruckwerte plötzlich stark ansteigen, was schlimmstenfalls zu Herzrhythmusstörungen, akuter Herzschwäche bis hin zum Herzinfarkt führen kann.

Vorsorgeuntersuchungen: Ab wann und wie oft?

 Der sogenannte Eustress, ausgelöst durch sportlich erzielte Leistungen oder Vorfreude auf eine große Feier, schadet hingegen nicht, sondern hat sogar positive Effekte. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen Todesursache Nummer eins sind – bei Männern ab 60 Jahren, bei Frauen 10 Jahre später –, rät Dr. Zitzmann dringend zur Vorsorge.


 „Wer aus einer Familie kommt, in der gehäuft Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck vorkommen, sollte bereits ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig Laborstatus, EKG und Ultraschall des Herzens machen lassen. Besteht eine familiäre Fettstoffwechselstörung, rät der Facharzt, schon Kinder auf Cholesterin untersuchen zu lassen.

Augengesundheit ab 40: Grauer Star, Grüner Star und Makuladegeneration

Alterssichtigkeit und Grauer Star: Moderne Behandlungsmethoden

Die gute Nachricht: Alterssichtigkeit (Presbyopie), die jeden Menschen im Laufe des Lebens trifft, lässt sich heute problemlos lasern. Perfekt für alle, die es leid sind, eine Lesebrille oder Kontaktlinsen zu tragen. Auch der Graue Star, von dem die meisten Menschen irgendwann betroffen sind (Kurzsichtige in der Regel früher, manchmal bereits mit 40), lässt sich gut behandeln.

 „Ich operiere gut 90 Prozent meiner Patient:innen auf beiden Augen, so dass sie danach keine Brille mehr benötigen“, so Dr. Detlev R.H. Breyer von der Augenchirurgieklinik Breyer Kaymak & Klabe sowie vom Augenlaserzentrum Premium Eyes in Düsseldorf.

Dabei wird die eigene trübe Linse durch eine Kunstlinse ersetzt. Entweder als Multifokallinse, die im Grunde wie eine Gleitsichtbrille funktioniert, oder als EDOF-Linse (Enhanced Depth Of Focus), die nicht nur in der Nähe und Ferne scharf sehen lässt, sondern auch im mittlerer Sehbereich eine erweiterter Tiefenschärfe erzielt.

Grüner Star: Die schleichende Gefahr

 Wesentlich gefährlicher, aber auch seltener ist der Grüne Star. Bei diesem schädigt ein erhöhter Augeninnendruck den Sehnerv, wodurch das Gesichtsfeld konzentrisch eingeschränkt wird.

 „Das Verflixte am Grünen Star ist, dass man ihn erst bemerkt, wenn es zu spät ist“, warnt Dr. Breyer. Deshalb sollte ab 40, spätestens 50 Jahren einmal pro Jahr ein Augenarzt den Augendruck prüfen und den Sehnerv vermessen. „Dadurch lässt sich frühzeitig erkennen, ob ein Grüner Star entsteht, und man kann mit der MIGS (Microinvasive Glaucoma Surgery) auch etwas dagegen tun“, so Dr. Breyer.


Makuladegeneration erkennen und behandeln

Die Makuladegeneration, eine weitere altersbedingte chronische Augenerkrankung, die meist ab dem 55. Lebensjahr beginnt und schlimmstenfalls zum Erblinden führt, lässt sich mit dem sogenannten Amsler-Netz erkennen. Dabei schaut man durch die passende Brille auf eine Rastergitterstruktur und hält sich abwechselnd das rechte und linke Auge zu. Die Linien sollten sich nicht wellenförmig verziehen.

 Für die trockene Makuladegeneration gibt es mittlerweile die sogenannte Photobiostimulations-Behandlung, eine Therapie mit Licht bestimmter Wellenlänge, bei der die Regeneration der Netzhautzellen angeregt wird.

 Gegen die feuchte Makuladegeneration sind verschiedene Spritzentherapien und Medikamente das Mittel der Wahl. „Da tut sich gerade sehr viel“, so Dr. Breyer. Das Wichtigste ist auch hier Prävention: „Eine Sonnenbrille tragen, wann immer es nur annähernd notwendig erscheint.“

Altersdepression erkennen und behandeln

Soziale Isolation als Risikofaktor

„Soziale Isolation – wenn Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden, Lebenspartner oder Freunde sterben – ist einer der bekanntesten chronisch toxischen Stressoren“, so Prof. Dr. Andreas Menke, Ärztlicher Direktor vom Medical Park Chiemseeblick, Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie. „Hinzu kommt, dass wir weniger mit Stress umgehen können, je älter wir werden.“ Zwei Faktoren, die in die (Alters-)Depression führen können.

Geschlechterunterschiede bei Depression

Davon sind Frauen und Männer gleichermaßen betroffen. Mit dem Unterschied, dass Frauen eher darüber sprechen und sich Hilfe holen, während Männer oft gereizt und weniger traurig sind, sodass das Umfeld nicht sofort an eine Depression denkt.

Behandlungsmöglichkeiten und Anlaufstellen

Zweites Problem ist die Stigmatisierung, die es nach wie vor gibt. „Mit einer Altersdepression sollte man unbe-dingt zum Arzt gehen“, rät Prof. Dr. Menke. Das kann der Hausarzt sein, ein Psychotherapeut oder Psychiater. „Denn mit einer Therapie und/oder Medikamenten ist sie heilbar.“ Auch Selbsthilfegruppen können begleitend helfen. Um gegen das Tabu anzukämpfen und die Menschen zu sensibilisieren, gibt es immer mehr Initiativen wie das „Bündnis gegen Depression“, das sich deutschlandweit engagiert.


Anti-Aging für die Haut: Was wirklich hilft

Ab wann altert die Haut?

Die Haut erreicht mit rund 20 Jahren ihre Blütezeit. „Danach beginnt sie zu altern“, so der Münchner Dermatologe Dr. Stefan Duve. „Dass Menschen heute jünger aussehen als früher, liegt sicherlich daran, dass sie wesentlich sensibler mit dem Thema Schönheit umgehen, mehr und konsequent auf Sonnenschutz achten und mit bekannten Methoden wie Mikrodermabrasion gegensteuern.“

Unterschiede zwischen Männer- und Frauenhaut

Beim Altern gibt es durchaus Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Obwohl Männerhaut in der Regel mehr Kollagen produziert, das wie ein natürliches Stützkorsett funktioniert, sieht man ihnen die ersten Mimikfalten meist früher bzw. stärker an – um die Augen und zwischen den Brauen. Nach der Menopause und der veränderten Hormonproduktion altert Frauenhaut dann anders und schneller.

Die besten Strategien für junge Haut

Wie man die Haut möglichst lang jung hält? Durch Sonnenschutz schon in frühester Kindheit, ausreichend Schlaf, kein Nikotin, wenig Alkohol und wirkstoffreiche Pflege. „Auch die Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen“, so Dr. Duve. „Noch steckt die Forschung diesbezüglich allerdings in den Kinderschuhen.“


Zahngesundheit im Alter: Speichel, Karies und Parodontitis

Warum Speichel so wichtig ist

Speichel ist wichtig für die Mundflora und die Gesundheit der Zähne, die enthaltenen Bakterien haben eine Schutzwirkung. „Antibakterielle Mundspülungen gehören deshalb nicht in die tägliche Mundhygiene“, so Dr. Christian Leonhardt, Chef der Zahnärzte am Perlach in Augsburg. Da die Speichelproduktion im Alter abnimmt, steigt das Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen. Bei Frauen besonders in der Menopause, weil die Mundschleimhaut Östrogen-rezeptoren besitzt, die auf Hormonentzug mit Trockenheit reagieren kann.

Zahnschmelz-Abnutzung ab 40

Dr. Leonhardt empfiehlt, den Speichelfluss mit Kaugummi oder biologischen Kirschkernen anzuregen. Etwa ab dem 40. Lebensjahr zeigen sich in der Regel Abnutzungserscheinungen des Zahnschmelzes durch Kauen, Fehlfunktionen und den Genuss säurehaltiger Lebensmittel.

Geschlechterunterschiede bei Zahnproblemen

Hinzu kommen Veränderungen in der Zahnstruktur und -farbe, ein Rückgang des Zahnfleisches, der das Risiko für Wurzelkaries und Zahnverlust erhöht. Diese Veränderungen geschehen schrittweise, individuell verschieden und abhängig vom Geschlecht: Männer sind anfälliger für Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) und Zahnausfall, was mit der schwächeren Immunantwort gegenüber Bakterien im Mundraum und der höheren Knochendichte zusammenhängt.


Knochen und Gelenke stärken: Osteoporose und Arthrose vorbeugen

Es beginnt oft unbemerkt bereits im frühen Erwachsenenalter: Die Knochen- und Knorpelsubstanz nimmt ab, Sehnen und Bänder verlieren ihre Elastizität und werden kürzer. Die Folgen: Es kann irgendwann zu einer Osteoporose kommen und ohne wirklichen Auslöser zu Knochenbrüchen. Die Gelenke schmerzen und sind nicht mehr so beweglich, es folgen Probleme beim Gehen, Sitzen und Stehen.

Die drei Säulen der Prävention

 Meist sind Knie und Hüfte betroffen, weil sie stärker belastet werden. Wie wir uns davor schützen und Veränderungen hinauszögern können – vor allem Arthrose: „Indem wir möglichst Normalgewicht halten mit einem BMI von 20 bis 25, durch eine ausgewogene und pflanzenbasierte Ernährung und durch Bewegung“, so Dr. Christina Valle, Klinik für Orthopädie und Sportorthopädie am Münchner Klinikum rechts der Isar.

Wann ein künstliches Gelenk sinnvoll ist

 Sie empfiehlt Low-Impact-Sportarten, die nicht zu viel Stress auf die Gelenke ausüben, wie Radfahren, Walken und Schwimmen. Schränkt die Arthrose die Lebensqualität jedoch irgendwann so stark ein, dass auch konservative Therapien nicht mehr helfen, ist ein künstliches Gelenk das Mittel der Wahl. 


Häufig gestellte Fragen - Altern ab 40

Ab welchem Alter beginnen die Wechseljahre?

Bei den meisten Frauen beginnen die Wechseljahre zwischen 50 und 52 Jahren. Je nach genetischer Veranlagung kann dieser Zeitpunkt jedoch auch bis zum 56. Lebensjahr variieren. Erste Symptome wie Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und unregelmäßige Periodenblutungen können bereits einige Jahre vorher auftreten. Von Menopause spricht man, wenn ein Jahr lang keine Monatsblutung mehr stattgefunden hat.

Wie kann man Arthrose vorbeugen?

Die beste Arthrose-Prävention umfasst drei Säulen: Erstens sollten Sie ein gesundes Körpergewicht mit einem BMI zwischen 20 und 25 anstreben, da Übergewicht die Gelenke stark belastet. Zweitens hilft eine ausgewogene, pflanzenbasierte Ernährung, Entzündungen zu reduzieren. Drittens sind gelenkschonende Sportarten wie Radfahren, Walken und Schwimmen ideal, um die Gelenke beweglich zu halten, ohne sie zu überlasten.

Wann sollte man den Augeninnendruck prüfen lassen?

Ab dem 40., spätestens ab dem 50. Lebensjahr sollten Sie einmal pro Jahr einen Augenarzt aufsuchen, um den Augendruck prüfen und den Sehnerv vermessen zu lassen. Diese Vorsorgeuntersuchung ist entscheidend, um einen Grünen Star (Glaukom) frühzeitig zu erkennen. Das Tückische: Betroffene bemerken die Erkrankung oft erst, wenn bereits irreversible Schäden am Sehnerv entstanden sind.

Was hilft gegen trockene Haut im Alter?

Die Hautalterung lässt sich durch mehrere Maßnahmen verlangsamen: Konsequenter Sonnenschutz von Kindheit an ist die wichtigste Präventionsmaßnahme. Darüber hinaus helfen ausreichend Schlaf, der Verzicht auf Nikotin, wenig Alkohol und eine wirkstoffreiche Hautpflege. Auch die Ernährung spielt eine zunehmend wichtige Rolle – die Forschung zu Nahrungsergänzungsmitteln für die Hautgesundheit entwickelt sich stetig weiter.

Welche Herz-Kreislauf-Vorsorge ist ab 40 wichtig?

Wenn in Ihrer Familie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Bluthochdruck gehäuft vorkommen, sollten Sie bereits ab dem 30. Lebensjahr regelmäßig Ihren Laborstatus checken lassen und ein EKG sowie einen Herzultraschall durchführen. Auch ohne familiäre Vorbelastung ist eine kardiologische Vorsorgeuntersuchung ab 40 Jahren sinnvoll, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache sind – bei Männern ab 60, bei Frauen ab 70 Jahren.

Kann man Altersdepression heilen?

Ja, Altersdepression ist mit der richtigen Behandlung heilbar. Wichtig ist, sich rechtzeitig professionelle Hilfe zu holen – beim Hausarzt, einem Psychotherapeuten oder Psychiater. Die Behandlung kann aus einer Kombination von Psychotherapie und Medikamenten bestehen. Zusätzlich können Selbsthilfegruppen unterstützend wirken. Soziale Isolation ist einer der Hauptauslöser für Altersdepression, weshalb der Aufbau und Erhalt sozialer Kontakte besonders wichtig ist.

Warum nimmt die Speichelproduktion im Alter ab?

Mit zunehmendem Alter produzieren die Speicheldrüsen weniger Speichel. Bei Frauen verstärkt sich dieser Effekt besonders in der Menopause, da die Mundschleimhaut Östrogenrezeptoren besitzt und auf den Hormonentzug mit Trockenheit reagieren kann. Da Speichel wichtig für die Mundflora und die Zahngesundheit ist, steigt dadurch das Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen. Der Speichelfluss lässt sich durch zuckerfreies Kaugummikauen oder biologische Kirschkerne anregen.

Ab wann sollte man über eine Hormonersatztherapie nachdenken?

Eine Hormonersatztherapie kann sinnvoll sein, wenn Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen die Lebensqualität erheblich einschränken. Auch bei diagnostizierter Osteoporose oder hormonell bedingter Depression kann eine Hormongabe indiziert sein. Die Entscheidung sollte immer individuell mit einem Frauenarzt getroffen werden, der die persönliche Krankengeschichte berücksichtigt. Wichtig zu wissen: Eine Hormonersatztherapie erhöht das Brustkrebsrisiko leicht, weshalb engmaschige Vorsorgeuntersuchungen notwendig sind.

 

 

Lesen Sie auch

Gebärmutter, Wecker und Schild Menopause

Wechseljahre Symptome: Erste Anzeichen – diese Beschwerden sind typisch

Welche Symptome treten in den Wechseljahren auf? Von Hitzewallungen bis Schlafstörungen: Überblick über erste Anzeichen, häufige Beschwerden und den typischen Verlauf

Podcast Herzgesundheit mit Dr. Ferdinand Vogt

Podcast Herzgesundheit mit Dr. Ferdinand Vogt

„Feel good, live better“ – der Health-Podcast von Premium Medical Circle. In dieser Episode spricht Herzchirurg Dr. Ferdinand Vogt unter anderem darüber, was man für ein gesundes Herz tun kann

Augen lasern: viele Möglichkeiten, wenig Grenzen

Augen lasern: viele Möglichkeiten, wenig Grenzen

"Feel good, live better" – der Health Podcast von Premium Medical Circle. In dieser Episode spricht Dr. Tabitha Neuhann über ihr Spezialgebiet, das Augenlasern, erklärt, bei welchen Indikationen es besonders gut funktioniert und wann sie davon abrät.

Lesen Sie auch

Mann sitzt im Dunklen mit Händen vor dem Gesicht

Wann macht Stress krank? Psychiater Andreas Menke über die Grenze zur Depression

Psychosomatik-Experte Dr. Andreas Menke erklärt, wann Stress toxisch ist, welche Symptome man ernst nehmen muss und wie man Depressionen behandelt

Lesen Sie auch

Die richtige Hautpflege nach dem Sommer

Die richtige Hautpflege nach dem Sommer

So wundervoll der Sommer ist, er beansprucht Haut und Haare und hinterlässt Spuren. Hier erfahren Sie, auf welche Inhaltsstoffe und Produkte Sie nach den Sommermonaten setzen sollten, um zu regenerieren

leicht geöffneter Frauenmund

Podcast Anti-Aging-Zahntherapie mit Dr. Paul Leonhard Schuh

„Feel good, live better“ – der Health-Podcast von Premium Medical Circle. In dieser Episode spricht Dr. Paul Leonhard Schuh darüber, welche Anti-Aging-Therapien ihm als Zahnarzt zur Verfügung stehen und welche sinnvoll sind

Lesen Sie auch

Röntgenbild Knie Neonfarben

Hüftarthrose – Wann ist es Zeit für ein neues Gelenk?

This is hip: Neueste Forschungen bescheren der Orthopädie alternative Behandlungsmethoden

Mehr zum Thema

Ohr Knorpel fürs Knie
  • Innovative Orthopädie & Sportorthopädie
  • Health
  • Schmerzen

Knorpel aus dem Ohr gegen Kniearthrose: Kann das eine Prothese verhindern?

Knorpel aus dem eigenen Ohr soll helfen, ein geschädigtes Kniegelenk länger zu erhalten. Der Hamburger Orthopäde Dr. Hans Olaf Baack setzt das ungewöhnliche Verfahren bereits ein. Er erklärt, wie die Behandlung funktioniert, für wen sie infrage kommt und was die Forschung bislang über ihre Wirksamkeit weiß.

Christine Bürg & Marianne Waldenfels

dr-med-hans-olaf-baack-hamburg.jpg

Ein Interview mit

Dr. med. Hans Olaf Baack

Frau unter der Dusche kalte Dusche weniger krank
  • Health

Wer kalt duscht, ist seltener krank: Neue Studie überrascht

Eine neue Untersuchung der Universität Basel mit 719 Teilnehmern liefert bemerkenswerte Ergebnisse: Wer zwölf Wochen lang kalt duschte, berichtete von 26 Prozent weniger Krankheitstagen. Was dahintersteckt und warum schon 30 Sekunden kaltes Wasser einen Unterschied machen können.

Marianne Waldenfels

trockene Augen Augentropfen Frau
  • Moderne Augenheilkunde
  • Augenheilkunde
  • Health

Trockene Augen: Warum Augentropfen allein oft nicht helfen

Brennende oder tränende Augen trotz regelmäßiger Augentropfen? Augenärztin Dr. Christine Heun erklärt, was hinter den Beschwerden steckt, warum Frauen besonders häufig betroffen sind und welche neuen Therapien es gibt.

Christine Bürg & Marianne Waldenfels

dr-med-christine-heun-irisiotital-portrait-01.jpg

Ein Interview mit

Dr. med. Christine Heun

Obstschalen Ballaststoffe ananas geschält
  • Food
  • Health

Kiwi, Kürbis, Ananas: Was wir wegwerfen, enthält oft die meisten Ballaststoffe

In der Schale einer Kiwi stecken fast dreimal so viele Ballaststoffe wie im Fruchtfleisch. Auch bei anderen Obst- und Gemüsesorten gibt es überraschende Unterschiede. Eine neue Studie zeigt, welche Teile sich besonders lohnen und wie man sie am besten verwendet.

Marianne Waldenfels

Karpaltunnelsyndrom Frauenhände Operation
  • Innovative Orthopädie & Sportorthopädie
  • Health
  • Schmerzen

Karpaltunnelsyndrom: Warum man mit einer Operation nicht zu lange warten sollte

Wenn nachts die Finger kribbeln oder einschlafen, kann ein Karpaltunnelsyndrom dahinterstecken. Handchirurgin Prof. Dr. Helen Abel erklärt, wann eine Schiene ausreicht, warum zu langes Abwarten den Nerv dauerhaft schädigen kann und wie gut die Heilungschancen nach einer Operation sind.

Christine Bürg & Marianne Waldenfels

portrait-prof-dr-helen-abel-handchirurgie-muenchen.jpg

Ein Interview mit

Prof. Dr. med. Helen Abel

Alleinleben jüngere höheres Strberisiko Junge Frau allein sitzt auf Stuhl
  • Health

Alleinleben: Warum es für Jüngere gefährlicher ist als für Senioren

Alleinleben gilt vor allem im Alter als Gesundheitsrisiko. Doch eine neue Studie mit fast 600.000 Erwachsenen zeigt ein anderes Bild: Bei den 18- bis 64-Jährigen war das Sterberisiko um 22 Prozent erhöht, bei Senioren nur um sechs Prozent. Die Forscher haben untersucht, was hinter diesem überraschenden Unterschied steckt

Marianne Waldenfels

Post Covid Studie Kortison Prednisolon Frau müde auf Sofa
  • Health

Post-COVID: Was ein altes Medikament gegen die quälende Erschöpfung bewirkt

Eine neue deutsche Studie mit 323 Post-COVID-Patienten hat untersucht, ob ein seit Jahrzehnten eingesetztes Medikament die schwere Erschöpfung lindern kann. Was die Forscher herausfanden, könnte die Suche nach einer gezielten Behandlung voranbringen.

Marianne Waldenfels

Coloradokröte Gift gegen Depression
  • Psychische Gesundheit, Psychosomatische Medizin & Psychotherapie
  • Mental Health
  • Health

Krötengift gegen Depressionen: Neues Nasenspray wirkt nach nur einer Dosis

Ein Nasenspray mit dem Psychedelikum Mebufotenin hat in einer neuen Studie selbst bei schwer behandelbaren Depressionen die Beschwerden gelindert – nach einer einzigen Gabe. Die Substanz kommt auch im Sekret einer Kröte vor. Psychiater Prof. Dr. Andreas Menke erklärt, was sie von anderen Psychedelika unterscheidet und wie aussagekräftig die Ergebnisse sind.

Christine Bürg & Marianne Waldenfels

Prof. Dr. med. Andreas Menke

Ein Interview mit

Prof. Dr. med. Andreas Menke

-