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Finger- und Mittelhandfrakturen
Brüche der Finger- und Mittelhandknochen entstehen häufig durch Stürze, Sportverletzungen oder direkte Gewalteinwirkungen. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Schwellungen, Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen. Während stabile Frakturen häufig konservativ behandelt werden können, erfordern verschobene oder gelenkbeteiligende Brüche oftmals eine operative Stabilisierung. Moderne Osteosyntheseverfahren ermöglichen heute eine stabile Versorgung und häufig eine frühfunktionelle Nachbehandlung, sodass die Beweglichkeit der Hand möglichst früh wieder aufgebaut werden kann.
Skaphoidfraktur und Skaphoidpseudarthrose
Das Kahnbein (Skaphoid) gehört zu den wichtigsten Knochen des Handgelenks und ist besonders anfällig für Verletzungen nach einem Sturz auf die ausgestreckte Hand. Da die Beschwerden anfangs oft nur gering ausgeprägt sind, bleibt die Fraktur nicht selten zunächst unbemerkt. Je nach Lokalisation und Stabilität der Fraktur kommen konservative oder operative Behandlungsverfahren infrage. Aufgrund der vergleichsweise eingeschränkten Blutversorgung des Kahnbeins dauert die knöcherne Heilung häufig mehrere Wochen bis Monate. Bleibt eine Fraktur unbehandelt oder heilt sie nicht vollständig aus, kann sich eine sogenannte Pseudarthrose entwickeln, die langfristig zu Schmerzen und Arthrose des Handgelenks führen kann.
Distale Radiusfraktur
Der Bruch der Speiche in Handgelenksnähe zählt zu den häufigsten Knochenverletzungen überhaupt und entsteht meist durch einen Sturz auf die ausgestreckte Hand. Während stabile Frakturen häufig konservativ behandelt werden können, profitieren verschobene Brüche oft von einer operativen Stabilisierung mittels moderner Plattenosteosynthese. Ziel der Behandlung ist eine möglichst exakte Wiederherstellung der Gelenkfläche und der Beweglichkeit des Handgelenks.