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Degenerative Veränderungen der Gelenke gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Hand. Sie entwickeln sich meist schleichend und können zu Schmerzen, Kraftverlust und Einschränkungen der Beweglichkeit führen. Dank moderner diagnostischer und therapeutischer Möglichkeiten stehen heute sowohl konservative als auch operative Behandlungsmethoden zur Verfügung.
Rhizarthrose (Daumensattelgelenksarthrose)
Die Rhizarthrose, die Arthrose des Daumensattelgelenks, zählt zu den häufigsten Verschleißerkrankungen der Hand und betrifft insbesondere Frauen ab dem mittleren Lebensalter. Typische Beschwerden sind Schmerzen beim Öffnen von Flaschen, Drehen eines Schlüssels oder beim festen Zugreifen. Im weiteren Verlauf können Kraftverlust und Bewegungseinschränkungen hinzukommen.
Zu Beginn der Erkrankung stehen konservative Behandlungsmöglichkeiten wie Schienenversorgung, Handtherapie oder Infiltrationsbehandlungen im Vordergrund. Führen diese Maßnahmen nicht mehr zu einer ausreichenden Beschwerdelinderung, können operative Verfahren in Betracht gezogen werden.
Neben bewährten rekonstruktiven Verfahren kommen heute zunehmend moderne Daumensattelgelenksprothesen zum Einsatz. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu reduzieren und die Hand im Alltag wieder sicher und kraftvoll einsetzen zu können. Die Nachbehandlung erfolgt in der Regel durch eine Kombination aus Ruhigstellung und spezialisierter Handtherapie. Viele Patientinnen und Patienten können ihre Hand bereits nach wenigen Wochen wieder im Alltag einsetzen, die vollständige Rehabilitation nimmt jedoch meist mehrere Monate in Anspruch.
Finger- und Handgelenksarthrose
Auch die kleinen Gelenke der Finger sowie das Handgelenk können von Arthrose betroffen sein. Typische Beschwerden sind Schmerzen, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und eine zunehmende Einschränkung der Greiffunktion. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt unter anderem vom betroffenen Gelenk, dem Ausmaß des Verschleißes und den individuellen Beschwerden ab. Das Behandlungsspektrum reicht von konservativen Maßnahmen wie Schienenversorgung oder Infiltrationen bis hin zu gelenkerhaltenden oder rekonstruktiven Eingriffen. Auch hier gibt es für die Fingergrund - und Mittelgelenke innovative Fingergelenksprothesen.
Rheumatische und stoffwechselbedingte Erkrankungen
Entzündlich-rheumatische Erkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen wie die Gicht können die Gelenke, Sehnen und Weichteile der Hand betreffen und zu Schmerzen, Schwellungen, Fehlstellungen und Bewegungseinschränkungen führen. Eine frühzeitige Diagnose und interdisziplinäre Behandlung sind entscheidend, um dauerhafte Schäden an Gelenken und Weichteilen zu vermeiden und Beschwerden frühzeitig zu kontrollieren. Neben der Behandlung der Grunderkrankung können konservative oder operative Maßnahmen erforderlich werden, um Beschwerden zu lindern und die Funktion der Hand im Alltag zu unterstützen. Um den besten Behandlungserfolg zu garantieren, erfolgt hier eine enge Zusammenarbeit zwischen Handchirurg, Handphysiotherapie und Rheumatologie.