
© Luis Becerra Fotografo
17. März 2026
Margit Hiebl
Mehr Glow, feinere Poren, ein ebenmäßigeres Hautbild: Der Thulium-Laser wird in der ästhetischen Medizin vielseitig eingesetzt und gilt als besonders schonend

Mit
Dr. med. Susanne Steinkraus
Der Thulium-Laser gehört zu den gefragtesten Behandlungen der ästhetischen Medizin, wenn es um Hautverjüngung ohne Downtime geht. Die schonende, nicht-ablative Laserbehandlung verbessert die Hautqualität, verfeinert Poren, reduziert Pigmentstörungen und sorgt für mehr Glow – bei minimalen Ausfallzeiten. Besonders spannend: Der Thulium-Laser kann individuell angepasst und mit Wirkstoffen kombiniert werden.
Technisch gesehen, handelt es sich um einen nicht ablativen, fraktionierten Laser. Bedeutet: Im Gegensatz zu ablativen Systemen wie dem CO2 Laser, wird die oberste Hautschicht bei der Behandlung nicht abgetragen, sondern bleibt intakt.
Seine Vielseitigkeit. Er gilt als echter Allrounder, der schonend und präzise wirkt, für ein strahlendes Hautbild sorgt oder gezielt korrigieren kann. „Entscheidend für das Ergebnis ist die passende Einstellung der Energie“, erklärt Dermatologin Dr. Susanne Steinkraus. „dann ist der Thulium-Laser ist für nahezu jeden Hauttyp geeignet und zu jeder Jahreszeit anwendbar.“ Selbst empfindliche Areale wie das Dekolleté oder die Hände können behandelt werden.
Ein weiterer Vorteil: Die Therapie lässt sich individuell mit Wirkstoffen ergänzen oder in umfassende Behandlungskonzepte integrieren.
Der Laser arbeitet mit einer Wellenlänge von 1927 nm und erzeugt feinste Mikrokanäle in der Haut. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen wird dadurch die Kollagen- und Elastin Neubildung stimuliert – die Haut wirkt glatter, feiner, ebenmäßiger.
„Außerdem können über diese Mikrokanäle gezielt Wirkstoffe eingebracht werden,“ so Dr. Susanne Steinkraus. Und diese können besonders tief eindringen.
„So lässt der Laser sich kosmetisch einsetzen, aber auch deutlich intensiver – etwa bei Fältchen, Narben oder zur Porenverfeinerung,“ erklärt die Ärztin. Zum Einsatz kommen hier zum Beispiel Anti-Aging-Wirkstoffe wie Resveratrol, Retinol oder Ascorbinsäure (Vitamin C).
Aber auch Pigmentstörungen wie Melasma/Cloasma, die flächig verteilt sind, können sanft reduziert werden – die Verwendung von Transexamsäure unterstützt eine weitere Aufhellung und beugt zudem einer Neubildung vor.
Die Behandlung dauert zwischen 20 und 45 Minuten. Davor kann eine Betäubungscreme aufgetragen werden. Notwendig ist sie meist nicht - denn das Verfahren gilt als sehr schmerzarm. Während der Behandlungskopf über die Haut geführt wird und die Laserimpulse kontrolliert eindringen, spürt man lediglich ein Kribbeln oder leichtes Wärmegefühl.
„Im Anschluss kann es zu leichten Rötungen oder minimalen Schwellungen kommen, die aber schnell abklingen,“ erklärt die Ärztin. „Krustenbildung gibt es nicht.“ Das heißt auch: Kaum Downtime - ein weiterer Pluspunkt, gerade für Menschen mit vollem Terminkalender. Wichtig für danach: Konsequenter UV-Schutz. In der ersten Woche sollte zudem auf direkte Sonneneinstrahlung, Sauna oder Sport verzichtet werden.
Das hängt vom individuellen Hautziel ab. „Als Intensivkur empfehlen wir Behandlungen alle zwei Wochen, kombiniert mit Wirkstoffen – insgesamt etwa fünf Sitzungen. Alternativ arbeiten wir im Abstand von vier Wochen. Das richtet sich immer nach dem Gesamtkonzept,“ so Steinkraus.
Erste Effekte zeigen sich häufig schon nach wenigen Tagen. Um das Ergebnis weiter zu optimieren, kombiniert die Dermatologin dazu auch andere ästhetische Verfahren.