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Piloxing, ein intensives Ganzkörperworkout, wurde von der schwedischen Trainerin Viveca Jensen erfunden
29. April 2025
Marie Hein
Piloxing, Lagree oder Rucking - vom militär-inspirierten Workout bis zum Krafttraining-Revival: Diese sechs neue Workouts verbrennen Kalorien, bringen Körper und Geist in Form und machen Spaß
Die Fitness-Trends 2026 setzen auf Innovation und Ganzheitlichkeit: Von Hybrid-Workouts wie Piloxing über militärisch inspiriertes Rucking bis hin zu funktionellem Krafttraining – diese sechs neuen Sportarten verbinden Effizienz mit Spaß. Ob gelenkschonend trainieren, Kalorien verbrennen oder Tiefenmuskulatur stärken - hier finden Sie das perfekte Workout für Ihre Ziele.
Piloxing ist ein Crossover-Workout, das Elemente aus Pilates, Boxen und Tanz miteinander verbindet. Ziel ist es, körperlich gegensätzliche Disziplinen zu vereinen – für eine ganzheitliche Balance aus Kraft, Ausdauer und Flexibilität. Während das Boxen das Herz-Kreislauf-System stärkt und die Fettverbrennung ankurbelt, fördern Pilates- und Tanzelemente Körperkontrolle und Koordination.
So entsteht ein körperlich forderndes, aber auch mentales Workout, denn beim Piloxing ist volle Konzentration gefragt. Erfunden wurde das ziemlich intensive Ganzkörperworkout von der schwedischen Trainerin Viveca Jensen aus Los Angeles und ist in Hollywood bereits höchst beliebt.
Ursprünglich als militärisches Training entwickelt, versteckt sich hinter Rucking “nur” ein Spaziergang. Der Clou: Währenddessen trägt man einen Rucksack, in dem sich Zusatzgewichte befinden. Wer regelmäßig „ruckt“, verbessert nicht nur Ausdauer und Kraft, sondern trainiert, absolut gelenkschonend, den gesamten Körper: Von Beinen über Rumpf und Bauch bis hin zur Schulterpartie.
In Deutschland findet Rucking immer mehr Anhänger:innen. Gruppen wie die Munich Rucking Crew organisieren wöchentliche Trainings in München, in Städten wie Stuttgart und Berlin entstehen derzeit lokale Ruck-Clubs, die gemeinsame Touren und Events anbieten. Wer neugierig ist: Auf der Plattform GORUCK gibt es nicht nur ausführliche Informationen zum Einstieg, sondern auch eine Übersicht der wichtigsten Ruck-Clubs in Deutschland.
Das Trampolinspringen nicht nur ein Spaß für Kinder ist, sondern vor allem ein hoch effektives Training für Erwachsene, zeigt der Trend des Rebounding, auch Jump Fitness genannt. Hierbei werden rhythmische Sprünge und Choreographien auf einem Mini-Trampolin gehüpft. Bis zu 400 Muskeln werden gleichzeitig aktiviert, das Lymphsystem angeregt und der Stoffwechsel angekurbelt.
Studien belegen, dass Rebounding bis zu 68 Prozent effektiver als Joggen sein kann, dabei jedoch gelenkschonender und koordinativ anspruchsvoller ist. Der ständige Wechsel zwischen Schwerkraft und Schwerelosigkeit stärkt das Herz-Kreislaufsystem, trainiert den Gleichgewichtssinn und wirkt sich positiv auf das Nervensystem aus. Fun Fact: Ursprünglich wurde Rebounding von der NASA zur Regeneration ihrer Astronauten entwickelt.

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Erfunden vom französischen, in Los Angeles lebenden Trainer Sebastian Lagree, gilt das gleichnamige Workout als eines der effektivsten und bekanntesten Slow-Burn-Trainings unserer Zeit. Herzstück der Methode ist der sogenannte Megaformer – ein Gerät mit beweglicher Plattform, Seilzügen, Federn und Griffen, das kontrollierte, fließende Bewegungen bei konstantem Widerstand ermöglicht.
Anders als klassische HIIT-Einheiten setzt Lagree auf kontinuierliche Muskelspannung: Jede Bewegung wird extrem langsam und präzise ausgeführt, sodass der Muskel bis zur Erschöpfung arbeitet. Die Übungen zielen vor allem auf die Tiefenmuskulatur, verbessern Haltung, Koordination und Rumpfstabilität. Ein weiterer Vorteil: Das gelenkschonende Training verzichtet auf Stoßbelastungen – und kann dennoch bis zu 600 Kalorien pro Einheit verbrennen.
1969 in Mexiko erfunden, ist Padel in Spanien längst die zweitbeliebteste Sportart und erlebt auch in Deutschland einen Boom: Allein im vergangenen Jahr wurden hier rund 150 neue Anlagen eröffnet. Was Padel so besonders macht? Die Sportart kombiniert Elemente aus Tennis und Squash und fordert nicht nur den gesamten Körper, sondern auch das Gehirn.
Gespielt wird im Doppel auf einem 20 mal 10 Meter großen Court – etwa halb so groß wie ein Tennisplatz – der von Glaswänden umgeben ist. Diese werden aktiv ins Spiel einbezogen und eröffnen eine zusätzliche taktische Dimension, die strategisches Denken und schnelles Reagieren verlangt.
Eine neue Disziplin ist Krafttraining keineswegs, doch in seiner an die Zeit angepassten Form erlebt es aktuell ein Revival – namens Functional Strength Training. Laut der Fitness-App Strava zählt das funktionelle Krafttraining mittlerweile zu den am schnellsten wachsenden Sportarten unter Frauen in den USA.
Besonders beliebt ist es bei Frauen in der Peri- und Menopause. Einleuchtend, schließlich steht beim Functional Strength Training der gezielte Muskelaufbau im Mittelpunkt, der in dieser Lebensphase besonders wichtig ist.
Doch im Gegensatz zum klassischen Krafttraining liegt der Fokus nicht nur auf der Stärkung der reinen Muskelkraft, sondern auf der funktionellen Muskulatur – jener, die im Alltag spürbar wird. Anstatt isolierte Übungen auszuführen, werden natürliche Bewegungsabläufe wiederholt: Heben, Tragen, Treppensteigen. Mit freien Gewichten, dem eigenen Körpergewicht und gezielten Kombinationen wird vor allem die Rumpfmuskulatur gestärkt – für mehr Stabilität, Belastbarkeit und ein verbessertes Körpergefühl.