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Pilonidalsinus

Der Pilonidalsinus, häufig auch Steißbeinfistel genannt, entsteht in der Gesäßfalte. Kleine Haare können sich dort in die Haut einbohren und eine chronische Entzündungsreaktion hervorrufen. Es entstehen kleine Öffnungen oder Gänge unter der Haut, die sich immer wieder entzünden können. Manche Betroffene bemerken lediglich eine kleine Öffnung in der Gesäßfalte. Andere leiden unter wiederkehrender Flüssigkeitsabsonderung, Schmerzen oder akuten Abszessen.

Moderne Therapie mit möglichst kleinen Wunden

Bei einem akuten Abszess muss zunächst die Entzündung behandelt und der Abszess entlastet werden. Bei einer chronischen Steißbeinfistel richtet sich die Therapie nach Größe und Ausdehnung des Befundes. Während früher häufig große Bereiche herausgeschnitten wurden und entsprechend große Wunden entstanden, stehen heute bei geeigneten Befunden deutlich schonendere Verfahren zur Verfügung. Kleine Fistelöffnungen können beispielsweise gezielt entfernt und die darunterliegenden Gänge gereinigt werden. Bei größeren oder wiederholt aufgetretenen Befunden können andere operative Verfahren sinnvoll sein. Das Ziel moderner Behandlungskonzepte ist eine möglichst sichere Ausheilung bei gleichzeitig möglichst geringer Wundfläche und kurzer Einschränkung im Alltag.