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Asthma bei Kindern
Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Eltern bemerken zunächst nur einen hartnäckigen Husten, eine verminderte Belastbarkeit oder pfeifende Atemgeräusche. Nicht selten treten die Beschwerden vor allem nachts, bei körperlicher Anstrengung oder im Zusammenhang mit Infekten oder Allergien auf. Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend, um dauerhafte Veränderungen der Atemwege zu verhindern und die Lebensqualität der Kinder zu verbessern. Mit Allergietests, einer ausführlichen Anamnese sowie moderner Lungenfunktionsdiagnostik kann die Erkrankung präzise eingeordnet werden. Die Behandlung erfolgt individuell und umfasst je nach Ausprägung Inhalationstherapien, entzündungshemmende Medikamente, Notfallmedikamente sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Ein wichtiger Teil der ärztlichen Betreuung ist zudem die Schulung von Kindern und Eltern im richtigen Umgang mit den Inhalationsgeräten und Asthmaauslösern, sodass die Kinder uneingeschränkt spielen, lernen und Sport treiben können.
Chronischer Husten
Husten ist grundsätzlich eine wichtige Schutzfunktion des Körpers. Besteht er jedoch länger als vier bis sechs Wochen oder kehrt er immer wieder zurück, dann spricht man von einem chronischen Husten, der die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Für betroffene Kinder ist ein anhaltender Husten mehr als eine lästige Erscheinung: Viele schlafen schlechter, sind tagsüber schneller erschöpft oder können beim Sport und Spielen nicht uneingeschränkt mithalten. Auch Konzentrationsprobleme in Schule oder Kindergarten sind keine Seltenheit. Beim chronischen Husten handelt es sich nicht um eine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom, hinter dem unterschiedliche Ursachen stecken können. Neben wiederkehrenden Infekten wären das zum Beispiel Allergien, Asthma bronchiale, vergrößerte Mandeln, chronische Nasennebenhöhlenentzündungen oder Refluxerkrankungen. Eine gründliche Diagnostik (körperliche Untersuchung, Lungenfunktionsdiagnostik, Allergietest) ermöglicht es, die Ursache der Beschwerden gezielt zu identifizieren und die passende Behandlung zu finden. Je nach Befund kommen unter anderem inhalative Medikamente, antiallergische Therapien, Atemtherapie oder eine Hyposensibilisierung zum Einsatz. Ziel ist nicht nur die Linderung des Hustens, sondern die nachhaltige Verbesserung der Atemwegsgesundheit.
Lungenfunktionsdiagnostik
Die moderne Lungenfunktionsdiagnostik ist ein wichtiger Baustein bei der Untersuchung von Atemwegs- und Lungenerkrankungen. Sie ermöglicht eine objektive Beurteilung der Atemleistung und liefert wichtige Hinweise auf mögliche Einschränkungen der Atemwege. Je nach Alter des Kindes und medizinischer Fragestellung stehen verschiedene Untersuchungsverfahren zur Verfügung. Zu den wichtigsten zählt die kleine und große Lungenfunktion: Spirometrie und Bodyplethysmographie. Bei der Spirometrie wird über ein Mundstück gemessen, wie viel Luft ein Kind ein- und ausatmen kann und mit welcher Geschwindigkeit das geschieht. Die Bodyplethysmographie ist ein Messverfahren in einer geschlossenen Glaskammer, bei dem durch die gleichzeitige Aufzeichnung von Druck und Atemvolumen sämtliche Lungenvolumina und der Atemwegswiderstand exakt bestimmt werden.
Beim Broncholysetest wiederum wird zunächst die Lungenfunktion gemessen. Anschließend inhaliert das Kind ein bronchienerweiterndes Medikament, verbessert sich daraufhin die Lungenfunktion deutlich, ist das ein sicheres Zeichen für Asthma bronchiale. All diese Untersuchungen sind schmerzfrei und nicht invasiv.