
Uniklinikum Salzburg, Landeskrankenhaus Universitätsklinik für Herzchirurgie der PMU
Wenn Herzchirurg Apl. Prof. PD Dr. med. Ferdinand Vogt, MHBA seine Arbeit in drei Worten ausdrücken müsste, wären es: Begeisterung, Begabung und Beständigkeit. Immer wieder aufzustehen, weiterzumachen, Entscheidungen zu überdenken, neuen Methoden gegenüber offen zu sein. Dazu gehören kathetergestützte Therapien von Herzklappendefekten (z. B. das TAVI-Verfahren) – ein Gebiet, auf dem er zu den ausgewiesenen nationalen und internationalen Spezialisten gehört. Heute ist der gebürtige Wiener an der Universitätsklinik für Herzchirurgie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) am Uniklinikum Salzburg tätig.
Die Universitätsklinik für Herzchirurgie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) am Uniklinikum Salzburg steht für moderne universitäre Herzmedizin auf höchstem Niveau. Das Leistungsspektrum umfasst die gesamte Herzchirurgie – von minimalinvasiven Eingriffen über rekonstruktive Herzklappenchirurgie bis hin zu komplexen herzchirurgischen Operationen. Wissenschaft, Innovation und interdisziplinäre Zusammenarbeit gehen hier Hand in Hand – stets mit dem Ziel, jeder Patientin und jedem Patienten die individuell beste Therapie zu ermöglichen.
„Manchmal ist auch die zweitbeste Option die beste Option für die Patient:innen.“
Prof. Dr. Dr. Ferdinand Vogt
Ferdinand Vogts Leidenschaft für die Herzchirurgie entfachte vor allem einer seiner wichtigsten Mentoren: Prof. Dr. Bruno Reichart. Sechs Jahre lang arbeitete er als junger Arzt im Team des Pioniers der Herzmedizin am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität in München-Großhadern – wohl eine seiner prägendsten Stationen. Anschließend wurde er Oberarzt und Leiter des TAVI-Programmes am Klinikum Nürnberg bei Prof. Dr. Theodor Fischlein, ebenfalls ein Schüler Reicharts. 2020 wechselte der gebürtige Wiener als Leitender Oberarzt an das Artemed Klinikum München Süd und prägte dort den weiteren Ausbau der modernen Herzchirurgie maßgeblich mit. Heute setzt er diesen Weg an der Universitätsklinik für Herzchirurgie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) am Uniklinikum Salzburg fort, wo er seine langjährige Erfahrung in der modernen Herzklappenchirurgie, minimalinvasiven Verfahren und kathetergestützten Therapien einbringt.
Zu Ferdinand Vogts besonderen Schwerpunkten zählt die minimalinvasive Herzchirurgie. Viele Eingriffe können am schlagenden Herzen ohne Zuhilfenahme der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt werden. Wo immer medizinisch sinnvoll, setzt er auf schonende Operationsverfahren, die eine schnellere Erholung und eine geringere Belastung für die Patientinnen und Patienten ermöglichen.
Auch die minimal-invasive Versorgung struktureller Herzerkrankungen, vor allem die Rekonstruktion oder der Ersatz der Herzklappen – Vogts Hauptgebiet. Dazu gehören kathetergestützte Aortenklappenimplantationen, sogenannte TAVIs, bei denen mittels Kathetertechnik meist über die Leistenarterie die erkrankte Klappe verdrängt und mit einer Prothese ersetzt wird. Bei defekten Mitralklappenerkrankungen kommt je nach Ursache und Profil des Patienten auch das "Neochord"-Verfahren oder ein Edge-to-Edge-Verfahren zum Einsatz, bei dem die undichten Segel der Klappen mit einer Art Klammer versorgt werden und so die Schlussfähigkeit der Herzklappe wiederhergestellt wird.
Der "Charme" all dieser Methoden: ein "kleiner" Eingriff mit großer Wirkung, der besonders älteren PatientInnen zugutekommt, die aufgrund eines zu hohen Risikos keinen offenen chirurgischen Eingriff durchführen lassen können. Moderne Herzchirurgie bedeutet eben auch, individuelle Lösungen zu finden und abzuwägen, was man tun und was man lassen sollte. "Es geht dann darum, wie wir vor allem betagten PatientInnen ihre verbleibende Zeit möglichst beschwerdefrei ermöglichen." Es ist wie bei Oldtimern: Man fährt nicht mehr durch die Waschstraße oder mit 200 km/h über die Autobahn. Mit diesem Bild verdeutlicht Vogt, dass es oft besser ist, mit Augenmaß und hoher Expertise selektiv und punktuell zu reparieren, damit das System wieder gut oder besser funktioniert und die PatientInnen rasch wieder in ihr soziales Umfeld und ihren Alltag zurückkehren können.
„Ein persönliches Gespräch führt immer zu mehr Wissen und Vertrauen.“
Prof. Dr. Dr. Ferdinand Vogt
Deshalb bindet Vogt von Anfang an die Angehörigen mit ein. Kommunikation, die allen nutzt: ihm als Arzt, da er mehr über die PatientInnen und ihre Lebensumstände erfährt. Und auch nach Operationen greift er immer persönlich zum Telefon und spricht mit denen, die sich zu Hause Sorgen machen.
Kommunikation ist Vogt ohnehin ein zentrales Anliegen. Dazu gehört für ihn, jeden Patienten persönlich zu betreuen – etwas, das er von seinem Lehrer Prof. Dr. Reichart mitgenommen hat, der auch noch nach Jahren wusste, wen er mit welchem Krankheitsbild behandelt hat.
Möglich ist dies am Uniklinikum Salzburg durch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit von Herzchirurgie, Kardiologie und weiteren spezialisierten Fachbereichen. Jeder Eingriff wird im sogenannten Heart-Team diskutiert, um für jede Patientin und jeden Patienten die optimale Therapie festzulegen.
Ein besonderes Anliegen ist dem Herzchirurgen die persönliche Beratung vor einem Eingriff. Es ist ihm wichtig, für seine Patientinnen und Patienten ansprechbar zu sein und offene Fragen ausführlich zu beantworten. "Häufig wissen PatientInnen, wenn sie aus der Kliniktür gehen, nicht, was ihr Krankheitsbild bedeutet oder wofür die Medikamente sind, die sie einnehmen müssen", weiß Vogt aus Erfahrung. Für ihn ein klarer Auftrag, hier in der Medizin nachzubessern.
Neben seiner klinischen Tätigkeit liegen ihm auch Forschung und Lehre sowie die Weiterentwicklung neuer Behandlungsmethoden am Herzen. Apl. Prof. PD Dr. med. Ferdinand Vogt, MHBA engagiert sich in Forschung und akademischer Lehre an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität und bringt sich maßgeblich in einer Forschungsgruppe des Cape Heart Instituts der Universität Kapstadt ein, die eine Polymerklappe für rheumatische Herzklappenerkrankungen entwickelt.
Was hält nun unser Herz gesund und leistungsfähig? Entscheidend ist es, so Dr. Vogt, einen regelmäßigen Rhythmus zu etablieren. Dazu gehört neben einem guten sozialen Umfeld, ausreichend Schlaf und gesunder Ernährung vor allem Bewegung. Doch da muss es nicht immer das volle Programm sein: Jeder Schritt zählt, jede Treppe, die man zu Fuß erklimmt, und jeder Lift, den man stehen lässt.

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