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Für den vollen Durchblick beim Sport: Augen lasern lassen - der komplette Guide

© Mark Arron Smith

1. Januar 2026

Christine Bürg

  • Moderne Augenheilkunde
  • Health
  • Sport

Für den vollen Durchblick beim Sport: Augen lasern lassen - der komplette Guide

Sport und Fehlsichtigkeit sind selten ein Erfolgsteam. Moderne Laserbehandlungen oder Spezialbrillen für Golfer, Radfahrer & Co führen zurück auf die Siegerstraße

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Dr. med. Detlev R. H. Breyer, Dr. med. Florian Kretz (FEBO) & Dr. med. Laszlo Kiraly

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Ob Augenlasern, Sportbrille oder spezielle Kontaktlinsen – drei Augenexperten erklären, welche Lösung für welche Sportart am besten geeignet ist und was moderne Laserverfahren wie Relex Smile leisten können.

Warum Brille und Kontaktlinsen beim Sport stören

Wer gerne Sport treibt und schlecht sieht – kurz- oder weitsichtig ist oder unter Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) leidet –, kennt das Problem: Beim Skifahren stören die Brillenbügel unter dem Helm, beim Laufen in der Kälte beschlagen die Gläser, beim Schwimmen sollte man besser nicht untertauchen, weil die Kontaktlinsen verrutschen oder schlimmstenfalls ausgeschwemmt werden können … So gut man im Alltag mit Brille und Kontaktlinsen zurechtkommt, beim Sport sind die Sehhilfen oft einfach nur hinderlich.

 Umso mehr, je häufiger und intensiver man trainiert (allen voran natürlich im Leistungssport) oder bei bestimmten Sportarten. Beim Tischtennis ist gutes Sehen extrem wichtig, weil man es mit sehr schnellen Bewegungen auf kurze Distanz und einem kleinen Ball zu tun hat.

Beim Kampfsport sind eigentlich nur Kontaktlinsen möglich, aber gerade harte Linsen könnten aus dem Auge fallen, und bei Mannschaftssportarten muss man alles um sich herum im Blick behalten, um im Team perfekt zu agieren.

Augenlasern für Sportler: Sicher, präzise und erschwinglich

 „Ein Plus an Lebensqualität ist einer der Hauptgründe, weshalb sich viele Sportler irgendwann gegen Brille und Kontaktlinsen und für eine Laseroperation entscheiden“, so Dr. Detlev Breyer von der Augenchirurgieklinik Breyer Kaymak Klare sowie vom Augenlaserzentrum Premiumeyes in Düsseldorf.

„Der zweite Grund ist, dass sie besser sehen möchten. Denn vor allem bei einer starken Fehlsichtigkeit hat man durch die Brille eine gewisse Verzerrung und kann die Umgebung nicht mehr realistisch einschätzen. Das ist zum Beispiel beim Bogenschießen sehr ungünstig.“

Aber lässt sich wirklich jede Fehlsichtigkeit per Laser beheben? „Eine Laserbehandlung ist das sicherste, genaueste und auch günstigste im Vergleich zu allen anderen Verfahren“, so Dr. Florian Kretz von Precise Vision Augenärzte in Erlangen.

In der Regel ist dies bei einer Fehlsichtigkeit von minus zehn Dioptrien bis plus vier Dioptrien sowie einer Hornhautverkrümmung bis fünf Dioptrien möglich. Es gibt allerdings Hornhauterkrankungen, bei denen man nicht lasern kann, zum Beispiel bei Keratokonus oder großen Hornhautnarben.

 Welche Laserbehandlung ist die richtige?

 Welchen Laser ein Arzt einsetzt, ist individuell verschieden und kann erst nach einer umfassenden Voruntersuchung und einem persönlichen Beratungsgespräch festgestellt werden. „Bei manchen Patient:innen geht nur die Oberflächenbehandlung. Sie ist die günstigste und stabilste Behandlung, wird von manchen aber als eher unangenehm empfunden“, so Dr. Florian Kretz.

„Das innovativste und schonendste Verfahren Relex Smile funktioniert wiederum nur bei Kurzsichtigkeit, Lasik mit dem Femtosekundenlaser bei Kurz- und Weitsichtigen.“

 Relex Smile und Smile Pro: Die neueste Generation

„Wir sprechen von einer Laserrevolution, die von Anfang der 90er-Jahre bis heute andauert“, ergänzt Dr. Laszlo Kiraly, Chef des Augen- und Laserzentrums Smile Eyes in Leipzig. „Wurde anfangs noch mit dem Messer geschnitten, übernimmt das heute ein Laser. Der Femtosekundenlaser arbeitet mit Kaltlicht, dadurch sind Schnittkomplikationen und Vernarbungen passé.“

Bei der sogenannten Lentikelmethode – als Relex Smile bekannt – ist nur noch eine Öffnung von zwei Millimetern notwendig, das Infektionsrisiko dadurch extrem gering. Da weniger Nerven auf der Hornoberfläche durchtrennt werden, ist die Augen-Empfindlichkeit nach dem Lasern geringer. Außerdem kommt es seltener zu trockenen Augen.

Da diese Methode keine Schmerzen verursacht und man in der Regel nach zwei Tagen wieder alles machen kann, ist Relex Smile mittlerweile besonders beliebt. „Seit Anfang des Jahres gibt es einen Nachfolgelaser“, so Dr. Breyer. „Smile Pro ist noch präziser und noch schonender – und rasend schnell: Der Eingriff dauert nur zehn Sekunden. Patienten können oft nicht glauben, dass es bereits vorbei ist, und fragen sich, weshalb sie vor dem Eingriff schlaflose Nächte hatten.“

ICL-Linsen: Die Alternative zum Lasern bei hohen Dioptrien

Trotz der rasanten Entwicklung gibt es Indikationen, bei denen ein Lasereingriff nicht möglich ist. „Dann empfehlen wir eine implantierbare Kontaktlinse (ICL), die hinter der Regenbogenhaut und vor der natürlichen Linse eingesetzt wird“, so Dr. Kiraly.

„Eine Methode, die so gut ist, wie das Lasern und die auch bei sehr hohen Werten funktioniert, weil wir damit von minus 16 bis plus 10 Dioptrien korrigieren können.“ Weiterer Vorteil: Der Eingriff ist reversibel, für manche eine Beruhigung, auch weil vom Auge selbst nichts abgetragen wird wie beim Lasern.

 Sportbrillen: Für jede Sportart die optimale Lösung

So sicher und unkompliziert das Lasern heute ist, viele Menschen scheuen nach wie vor den Eingriff und möchten auch beim Sport lieber Brille oder Kontaktlinsen tragen. Gute Nachricht: „Es gibt quasi für jeden Sport eine spezielle Sportbrille“, erklärt Carolin Truckenbrod, Augenoptikerin in Leipzig.

„Beim Golfen beispielsweise setzen wir Filtergläser ein, die den Kontrast zwischen dem weißen Ball und dem Grün verstärken. Bei Radsportlern braucht es eine Fassung, die oben abschließt, so dass der Fahrtwind abgehalten wird. Gleichzeitig hat sie ein Lüftungssystem, das das Beschlagen der Gläser verhindert.“

Gletscherbrillen haben einen vollständigen UV-Schutz und eine besonders dunkle Tönung von bis zu 98 Prozent, für Sportschützen gibt es Schießbrillen mit schwenk- und drehbaren Gläsern, so dass das Ziel auch dann nicht verzerrt wird, wenn man schräg durchs Visier schaut. Polarisierende Gläser vermindern beim Wassersport die Reflexe auf dem Wasser – ein Effekt, der auch beim Autofahren in der Hitze funktioniert und das Flimmern der Fahrbahn vermeidet.

 Je nach Sportart empfiehlt Carolin Truckenbrod unterschiedliche Tönungen der Gläser. Beim Tennis auf rotem Sand beispielsweise hat sich eine andere Farbe bewährt als beim Golfen. Praktisch sind auch getönte Gläser, die man selbst wechseln kann – je nachdem, ob die Sonne scheint oder es bewölkt ist. Ein weiterer Vorteil einer Sportbrille ist der Klemmmechanismus, der, ähnlich wie ein Band, dafür sorgt, dass sie festsitzt und beim Bewegen nicht verrutscht oder gar runterfällt.

 Kontaktlinsen im Sport: Darauf sollten Sie achten

Auch Kontaktlinsen sollten auf die Sportart abgestimmt werden. Bekommt jemand beim Boxen einen Schlag ab, wäre bei harten, formstabilen Linsen die Gefahr zu groß, dass sie rausfallen, deshalb sind weiche Linsen die beste Wahl. Ebenso beim Schwimmen.

Hier sollte man lieber Tages- statt Monatslinsen nehmen. Grund: Ist das Wasser mit Bakterien verunreinigt, können diese auch auf die Linse gelangen. Tageslinsen wirft man abends einfach weg und verhindert damit eine Infektion, die sich entwickeln könnte, wenn die Linsen weiter getragen werden. Deshalb Monatslinsen nach dem Schwimmen unbedingt gründlich reinigen, am besten mit einer Wasserstoffperoxid-Lösung.

Häufige Fragen zum Augenlasern für Sportler

Was kostet Augenlasern?

Die Kosten für eine Augenlaser-Behandlung variieren je nach Methode und Klinik. Die klassische Oberflächenbehandlung (PRK/LASEK) ist mit etwa 1.000 bis 1.500 Euro pro Auge am günstigsten. Lasik mit dem Femtosekundenlaser kostet zwischen 1.800 und 2.500 Euro pro Auge.

Die modernste Methode Relex Smile bzw. Smile Pro liegt bei etwa 2.200 bis 3.000 Euro pro Auge. ICL-Linsen (implantierbare Kontaktlinsen) sind mit 3.500 bis 5.000 Euro pro Auge die teuerste Option, da es sich um einen aufwendigeren chirurgischen Eingriff handelt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, einige private Versicherungen beteiligen sich jedoch an den Kosten.

Kann jede Fehlsichtigkeit gelasert werden?

Nein, nicht jede Fehlsichtigkeit lässt sich lasern. Grundsätzlich ist eine Laserbehandlung bei Kurzsichtigkeit bis minus 10 Dioptrien, bei Weitsichtigkeit bis plus 4 Dioptrien und bei Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) bis 5 Dioptrien möglich. Voraussetzung ist außerdem eine ausreichend dicke und gesunde Hornhaut.

Bei Hornhauterkrankungen wie Keratokonus oder großen Hornhautnarben ist das Lasern nicht möglich. Auch sollten die Werte seit mindestens einem Jahr stabil sein. Bei sehr hohen Dioptrienwerten (bis minus 16 oder plus 10) kann eine ICL-Linse eine Alternative sein. Eine umfassende Voruntersuchung beim Augenarzt klärt, welche Methode individuell geeignet ist.

Wie lange dauert die Heilung nach dem Lasern?

Die Heilungsdauer hängt von der gewählten Methode ab. Bei der modernsten Methode Relex Smile bzw. Smile Pro können Patienten meist schon nach zwei Tagen wieder normal sehen und allen Aktivitäten nachgehen. Sport ist oft bereits nach einer Woche wieder möglich, Schwimmen sollte man etwa vier Wochen meiden.

Bei der Lasik-Methode dauert die vollständige Heilung etwa eine Woche, wobei man schon am nächsten Tag relativ gut sieht. Die Oberflächenbehandlung (PRK/LASEK) benötigt mit zwei bis drei Wochen die längste Heilungszeit und wird von manchen als unangenehmer empfunden, ist aber die stabilste Methode. Kontaktsportarten sollten je nach Methode für vier bis sechs Wochen pausiert werden.

Welche Risiken gibt es beim Augenlasern?

Moderne Augenlaser-Verfahren gelten als sehr sicher. Dank des Femtosekundenlasers, der mit Kaltlicht arbeitet, sind Schnittkomplikationen und Vernarbungen heute äußerst selten. Die häufigste Nebenwirkung sind trockene Augen, die meist vorübergehend auftreten und mit Augentropfen behandelt werden. Bei der Relex-Smile-Methode ist dieses Risiko deutlich geringer, da weniger Nerven durchtrennt werden.

In sehr seltenen Fällen kann es zu Über- oder Unterkorrekturen kommen, die nachbehandelt werden können. Infektionen sind durch die minimal-invasive Technik (nur 2 mm Öffnung bei Relex Smile) extrem selten. Wichtig ist, eine erfahrene Klinik mit modernster Technik zu wählen und die Nachsorge-Termine gewissenhaft wahrzunehmen.

Sind Sportbrillen eine gute Alternative zum Lasern?

Ja, moderne Sportbrillen sind eine hervorragende Alternative für alle, die keinen operativen Eingriff möchten. Für nahezu jede Sportart gibt es speziell entwickelte Brillen: Beim Golf werden Filtergläser eingesetzt, die den Kontrast zwischen Ball und Grün verstärken. Radsportbrillen haben einen vollständigen Windschutz und ein Lüftungssystem gegen Beschlagen.

Gletscherbrillen bieten bis zu 98 Prozent Tönung und vollständigen UV-Schutz. Für Schützen gibt es Brillen mit schwenk- und drehbaren Gläsern. Polarisierende Gläser reduzieren beim Wassersport Reflexionen. Die meisten Sportbrillen haben einen Klemmmechanismus, der verhindert, dass sie verrutschen oder herunterfallen. Der Vorteil: keine OP, jederzeit reversibel und für fast alle Fehlsichtigkeiten verfügbar.

Welche Kontaktlinsen eignen sich für welchen Sport?

Die Wahl der Kontaktlinsen hängt stark von der Sportart ab. Bei Kontaktsportarten wie Boxen, Kampfsport oder Mannschaftssportarten sind weiche Kontaktlinsen die bessere Wahl, da formstabile (harte) Linsen bei Schlägen oder Stößen leichter herausfallen können.

Beim Schwimmen sollten ebenfalls weiche Linsen verwendet werden – idealerweise Tageslinsen, die man nach dem Training einfach entsorgt. So vermeidet man Infektionen durch Bakterien im Wasser.

Bei Verwendung von Monatslinsen müssen diese nach dem Schwimmen gründlich mit Wasserstoffperoxid-Lösung gereinigt werden. Für Wassersport empfiehlt sich außerdem eine gut sitzende Schwimmbrille. Bei Sportarten ohne Körperkontakt wie Tennis, Laufen oder Radfahren können sowohl weiche als auch formstabile Linsen getragen werden.

Ab welchem Alter kann man sich die Augen lasern lassen?

Eine Augenlaser-Behandlung ist in der Regel ab 18 Jahren möglich, empfohlen wird jedoch ein Mindestalter von 21 Jahren. Wichtiger als das Alter ist, dass die Fehlsichtigkeit seit mindestens einem Jahr stabil ist. Bei jüngeren Menschen können sich die Werte noch verändern, weshalb eine OP zu früh nicht sinnvoll ist.

Nach oben gibt es grundsätzlich keine Altersgrenze, solange die Augen gesund sind. Ab etwa 45 Jahren beginnt jedoch die Alterssichtigkeit (Presbyopie), die durch Lasern nicht korrigiert werden kann – hier könnten spezielle Multifokallinsen eine Option sein. Die individuelle Eignung wird in einer ausführlichen Voruntersuchung geklärt.

Kann man nach dem Augenlasern wieder eine Brille brauchen?

In den meisten Fällen erreicht man durch das Augenlasern eine dauerhafte Korrektur der Fehlsichtigkeit. Etwa 95 Prozent der Patienten benötigen danach keine Brille mehr für den Alltag. Allerdings kann sich die Sehkraft im Laufe des Lebens noch verändern – etwa durch natürliche Alterungsprozesse.

Ab etwa 45 Jahren setzt die Alterssichtigkeit ein, die auch gelaserte Augen betrifft und eine Lesebrille notwendig machen kann. In seltenen Fällen (etwa 2-5 Prozent) kann eine Nachkorrektur nötig sein, wenn das Ergebnis nicht optimal war. Diese ist meist problemlos möglich. Für bestimmte Situationen wie Autofahren bei Nacht können manche Patienten eine leichte Brille bevorzugen, auch wenn sie tagsüber perfekt sehen.

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