In der Faltentherapie spielt Botulinumtoxin eine außerordentlich wichtige Rolle. Seit Jahrzehnten zur Behandlung von Muskelstörungen bewährt, ist die Substanz in geringerer Dosierung für Behandlungen durch den Plastischen Chirurgen wegen ihrer Fähigkeit, die Ursache von Faltenbildung zu beheben, außerordentlich gut geeignet. Insbesondere Gesichtspartien, die durch eine besonders aktive Mimik stark in ihrer Elastizität beansprucht werden, lassen sich so wieder glätten. Zweiter Vorteil von Botulinumtoxin ist seine Fähigkeit, auch vorbeugend zu wirken, so dass die Faltenbildung an den jeweiligen Stellen weniger schnell einsetzt.
Und es ist ausgesprochen effektiv: Der Wirkungszeitraum liegt bei bis zu acht Monaten. Vor allem bei älteren Patientinnen, die über störende Hautmuskelstränge im Halsbereich klagen – den sogenannten Truthahnhals – hat sich die gezielte Botulinumtoxin-Behandlung als äußerst wirksam erwiesen. Die Halspartie ist oft besonders anfällig für Faltenbildung. Können diese Bereiche geglättet werden, kommt auch das Dekolleté viel schöner zur Geltung – und die edle Perlenkette erst recht… Ein typisches Beispiel für einen effektiven Einsatz von Botox ist auch die sogenannte Zornesfalte, die entsteht, wenn wir die Augenbrauen zusammenziehen. Botox reduziert hier die Mimik und übt eine entspannende Wirkung auf das Gewebe aus. Die Substanz hat sich übrigens seit vielen Jahren auch bei der Behandlung von Menschen bewährt, die unter Spastik oder bestimmten Nervenerkrankungen leiden. Darüber hinaus ist die Therapie mit Botulinumtoxin in der Regel auch für Menschen sehr gut geeignet, die unter starkem Schwitzen (besonders in der Achselregion) leiden.
Der Arzt verwendet für die Injektion besonders dünne Nadeln, die kaum Schmerzen verursachen. Die minimalen Einstichstellen sind bereits nach wenigen Tagen nicht mehr sichtbar.